1. Specials
  2. Menschen helfen Menschen

Unsere Hilfsaktion: Auch in der Krise für die Region da

Unsere Hilfsaktion : Auch in der Krise für die Region da

Die Corona-Pandemie lässt bei vielen sozialen Einrichtungen die Finanzströme abebben. Auch hier steht Menschen helfen Menschen mit finanzieller Überbrückungshilfe zur Seite.

Die aktuelle Pandemie stellt die gesamte Gesellschaft vor gewaltige Herausforderungen. Der Staat springt mit finanzieller Hilfe in einer Höhe ein, die für den Normalbürger nur schwer vorstellbar ist. Doch während Unternehmen und Gastronomie zumindest einen Teil ihrer Ausfälle ersetzt bekommen, sind viele soziale Einrichtungen auf sich gestellt und brauchen Hilfe aus Spendentöpfen. Eine besondere Herausforderung auch für das Hilfswerk Menschen helfen Menschen, das mit Hilfe der Spenden aus unserer Leserschaft Einrichtungen eine Überbrückungshilfe gewähren will.

Zum Beispiel der Aachener Tafel, die stellvertretend für diverse Tafeln in der Region steht. Hier sind in Aachen die Beiträge der Besucher, die 1,50 Euro pro Person und Einkauf betragen, weggebrochen. Vergleichsweise kleine Beträge, die in der Summe aber ein Loch in die Kasse der Aachener Tafel reißen. Hier konnte Menschen helfen Menschen zumindest ein Stück weit beispringen. Auch wenn dank studentischer Unterstützung Lebensmittellieferungen an bedürftige Menschen organisiert werden konnten, waren zusätzliche Herausforderungen zu bewältigen.

Leidet unter den Auswirkungen des Coronavirus: die Aachener Tafel. Foto: Andreas Steindl

Oder die Aachener Engel. Der Verein, der sich bei seiner Gründung um von Krebs betroffene Familien kümmerte, hat längst auch ein Sport- und Bildungsprojekt für junge Menschen vorwiegend aus schlechter gestellten Schichten auf die Beine gestellt. Hier wird über Tutoren kostenlose Schulnachhilfe gegeben, kombiniert mit Sportangeboten zum Auspowern. Die erforderlichen logistischen Kosten werden zum großen Teil aus Aktionen bestritten, die jetzt weggefallen sind. Der „Engel-Lauf“ im Brander Wald war stets eine verlässlich kalkulierbare Einnahmequelle gewesen. In diesem Jahr musste der Lauf aus bekannten Gründen abgesagt werden, die Einnahmen fallen weg. Auch musikalische Unterstützungsevents mussten gecancelt werden. Unser Hilfswerk will den Engeln auch künftig weiter Hilfe anbieten, genauso wie einem wichtigen Projekt im Aachener Stadtteil Driescher Hof.

In der der OT D-Hof gibt es jetzt eine „Kochtüte“: eine Papiertüte mit den Zutaten für ein gesundes vegetarisches Gericht und dem passenden Rezept dazu, kindgerecht aufbereitet. Die Kinder und Jugendlichen konnten sich trotz der Schließung der Einrichtung ein Starterset für Gemüselasagne abholen oder alle Zutaten samt Anleitung für Apfelpfannkuchen. Mit „Kochtüten“ für Bulgursalat, Brokkoli-Cremesuppe und Nudelsalat ging es weiter. Das Motto der Aktion lautet „D-Hof für zu Hause – Kocht das Beste draus!“ Von den 35 Tüten, die OT-Leiterin Sandra Jansen und ihr Team zum Auftakt vorbereitet hatten, blieb keine einzige übrig. Nur ein Hinweis darauf, dass in vielen Familien die Essenspläne von öffentlicher Unterstützung abhängen.

OT-Leiterin Sandra Jansen und ihr Team haben 35 Kochtüten vorbereitet. Foto: Heike Lachmann

Die hier genannten Beispiele sind nur exemplarisch aufgeführt – es gibt überall Corona-bedingt deutliche Engpässe bei den Finanzierungen. Unser Hilfswerk will auch in den nächsten sicher schwierigen Monaten mit möglichst großer Unterstützung unserer Spender dafür sorgen, dass die Arbeit der so wichtigen sozialen Einrichtungen durch diese schwierige Zeit hindurch erhalten bleibt.

(hpl)