Hückelhoven: SPD sieht beim Thema Radwege in der Stadt „rot”

Hückelhoven: SPD sieht beim Thema Radwege in der Stadt „rot”

Eine Bestandsaufnahme der Radwege und ihrer Beschaffenheit nehmen die Mitglieder der Arbeitskreise Verkehr und Stadtentwicklung der SPD Hückelhoven in den nächsten Wochen vor. Die Grundlagen dazu wurden in der jüngsten gemeinsamen Sitzung dieser Gremien geschaffen.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jörg Leseberg erarbeitete dazu einen Standard-Fragebogen, mit dem die für die einzelnen Stadtteile zuständigen Sozialdemokraten das, was als Radweg in Hückelhoven ausgewiesen ist, unter die Lupe nehmen.

„Wo Radweg drauf steht, ist noch lange nicht überall Radweg drin”, sagte Fraktionsvorsitzender Willi Spichartz. Er konstatiert: „Miserable Bauzustände, fehlende Beschilderung, Radwege, die irgendwo endeten oder sogar selbst bei Neubauten wieder im Kfz-Verkehr endeten.

So auf der Straße Am Landabsatz, Hückelhoven-Center, wo die Fahrradfahrer in die Kreisverkehre, in die Kfz-Trassen hineingeführt werden. Ein lebensgefährlicher Unsinn, der bisher deshalb noch nicht zu Todesopfern geführt hat, weil der größte Teil der Radfahrer einfach den Gehweg benutzt. Und das sollte ja auch nicht der Sinn eines Radwegsystems sein.”

Heinz Meißner legte ein Kartenraster vor, das ein anschauliches Bild der Wege-Situationen und der möglichen Verbesserungen vornimmt. Mit der von der Verwaltung vor mehr als einem halben Jahr vorgeschlagenen Verbindung des Rur-Rand-Radwegs bis zum Schach-3-Gelände mit der Errichtung einer E-Bike-Akku-Ladestation hatte man seitens der SPD-Fraktion die Hoffnung verbunden, dass mehr Sensibilität für den Zweiradverkehr in der Ex-Bergbaustadt entstehe. Mit dem Scheitern des Projekts scheine das wieder in den Hintergrund gerückt zu sein. Gerade deshalb werde die SPD das Thema aufarbeiten.