Kreis Heinsberg: Solidaritätswoche: Betriebsseelsorge setzt sich für „gute Arbeit“ ein

Kreis Heinsberg: Solidaritätswoche: Betriebsseelsorge setzt sich für „gute Arbeit“ ein

Die Betriebsseelsorge im Bistum Aachen macht mobil: Unter dem Motto „Aufstehen für gute Arbeit, gerechte Löhne und Mitbestimmung“ findet vom 29. April bis 9. Mai, die erste Solidaritätswoche der Betriebsseelsorge statt — mit Aktionen auch im Kreis Heinsberg.

„Eine gute Arbeit, ein gerechter Lohn und Mitbestimmung sind für die Betriebsseelsorge wichtige Garanten für menschenwürdige Arbeit“, heißt es in einer Erklärung zur Solidaritätswoche. „Am meisten gerät die Erwerbsarbeit dadurch unter Druck, dass sie in der betriebswirtschaftlichen Rechnung ausschließlich als Kostenfaktor bekämpft wird und nur noch Renditen das wirtschaftliche Handeln bestimmen“, erklärte Heinz Backes, Referent für Arbeiter- und Betriebspastoral im Bistum Aachen.

„Wir müssen ein waches Auge darauf haben, wenn Demokratie und Mitbestimmung an den Werkstoren endet.“ Bündnisse mit Arbeitnehmerorganisationen wie der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) oder mit Gewerkschaften seien wichtig, um gemeinsame Ziele zu erreichen.

So ist Pastoralreferent Johannes Eschweiler, Betriebsseelsorger im Kreis Heinsberg, am kommenden Sonntag, 1. Mai, um 11 Uhr bei der DGB-Veranstaltung zum Maifeiertag in Hückelhoven einer der Teilnehmer einer Podiumsdiskussion zum Thema „Integration in den Arbeitsmarkt“. Dann wird auch der Bus der Betriebsseelsorge samt Infostand Station machen an Schacht 3

Am Mittwoch, 4. Mai, gibt es gleich drei Termine im Heinsberger Stadtgebiet: Zunächst gibt es am Morgen um 7.30 Uhr eine Aktion vor der Firma Sera in Heinsberg an der Borsig­straße. Dort sollen nach Angaben von Johannes Eschweiler die Beschäftigten informiert und eingeladen werden — zu einem Treffen zwecks Gründung eines Betriebsrates, das am Dienstag, 17. Mai, um 17.30 Uhr im Dechant-Sauer-Haus in Oberbruch geplant ist. Danach ist die Betriebsseelsorge von 10 bis 13 Uhr mit ihrem Info-Bus in Heinsberg an der Ecke Markt / Hochstraße präsent, um über Transparente und Flyer mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Inhalte und Anliegen der Betriebsseelsorge ins Gespräch zu kommen. Abends folgt dann eine Veranstaltung um 19.30 Uhr in der Sundayte-Kirche in Unterbruch mit der Lesung von Ingeborg Haffert.

In ihrem Buch „Eine Polin für Oma. Der Pflege-Notstand in unseren Familien“ wirft die Redakteurin und Reporterin beim ARD-Morgenmagazin einen differenzierten Blick auf das Thema der häuslichen Betreuung durch polnische Frauen und Männer. In der folgenden Diskussion wird Schwester Svitlana Matisuk, die Mitarbeiterin im Team der Betriebsseelsorge des Bistums ist, aus den Erfahrungen in dem Projekt „Wanderarbeitnehmerinnen und Wanderarbeitnehmer“ in der Region Heinsberg, das gemeinsam von der Betriebsseelsorge, den Steyler Schwestern und dem regionalen Caritasverband getragen wird.

Schließlich wird der Info-Bus der Betriebsseelsorge am Sonntag, 8. Mai, zum zehnjährigen Bestehen des Vereins Amos in Oberbruch erwartet, wo um 10.30 Uhr ein Gottesdienst in der Kirche St. Aloysius und anschließend eine Feier am Standort von Amos an der Mittelstraße anstehen.

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