Aachen: Sie sind verantwortlich für die „lockeren Kalauer“ beim Hörsaal-Slam

Aachen : Sie sind verantwortlich für die „lockeren Kalauer“ beim Hörsaal-Slam

Oscar Malinowski und Robert Targan moderieren den Poetry-Slam an der RWTH. WirHier haben sie erzählt, wie es ist, 1000 Menschen zu unterhalten und warum der Hörsaal-Slam eher eine Slamshow ist.

„Ich genieße den Moment, wenn die Technik steht, alle Slammer da sind und Robert sich beruhigt hat“, sagt Oscar Malinowski lachend. Der 25-Jährige moderiert zusammen mit Robert Targan den Hörsaalslam der RWTH Aachen. Beide werden am Donnerstag, 25. Januar, wieder vor 1000 Menschen stehen. Dabei machen sie mehr als Moderationen. Sie haben den Hörsaalslam 2014 nach Aachen gebracht und organisieren ihn seitdem gemeinsam mit dem ASta einmal im Semester. Sie sind vor allem für das inhaltliche Programm verantwortlich.

Anders als bei regulären Slams kann man sich für den Hörsaalslam nicht bewerben. „Bei so vielen Menschen wollen wir auch was bieten und Leute bringen, die einen Namen in der Szene haben“, erklärt Robert. Jeder der Moderatoren lädt drei Slammer aus ganz Deutschland ein, die mit ihren selbst geschriebenen Texten gegeneinander antreten. Zwar ist es noch ein Wettbewerb, aber kein klassischer Poetry-Slam. „Es ist eher eine Slamshow“, sagt Oscar, der selber noch Student der Luftfahrttechnik an der RWTH ist.

Die beiden sind ein gutes Team und kennen sich seit Oscars erstem Auftritt beim monatlichen Dichterwettstreit in der Raststätte vor fast sieben Jahren. Robert hat damals moderiert. Mittlerweile ist der Oscar in Roberts Fußstapfen getreten und führt dort einmal im Monat durch den Abend. Grund: Robert lebt und arbeitet jetzt in Essen als freier Redakteur und kommt extra zum Hörsaalslam zurück. „Wenn du moderierst, musst du den ganzen Abend auf Zack sein und auf alles reagieren können. Das macht mir immer am meisten Spaß“, bemerkt der 34-Jährige.

Genau planen, was sie am Abend sagen, können und wollen sie nicht. Spontaneität sei wichtig, es darf nicht verkrampft wirken. Beim Hörsaalslam mache es ihnen das Publikum aber einfach, sagt Oscar: „Die Stimmung ist sofort da. Wir machen irgendwelche lockeren Kalauer und kriegen trotzdem Gelächter.“

(anne)