Kreis Heinsberg: Sicherheit im Kreisgebiet: FDP fragt nach

Kreis Heinsberg: Sicherheit im Kreisgebiet: FDP fragt nach

Vor dem Hintergrund der Sicherheitslage und Personallage der Polizei in Deutschland und Nordrhein-Westfalen und der Meldungen über steigende Einbruchskriminalität im Kreis Heinsberg, die zur Verunsicherung der hiesigen Bevölkerung führe, hat die FDP-Kreistagsfraktion eine Anfrage zur Situation im Kreis an den Landrat gerichtet.

Wie Stefan Lenzen, der Fraktionsvorsitzende, erklärte, sei Anlass für die Anfrage die Berichterstattung unserer Zeitung im Juni gewesen, als unter dem Titel „Anonymes Schreiben sorgt für Wirbel“ die Frage erörtert worden war, ob die Polizei des Kreises Heinsberg die Sicherheit der Bürger noch gewährleisten könne. Die schrecklichen und abscheulichen Taten der letzten Tage und Wochen in Deutschland und Frankreich seien nicht Hintergrund der Anfrage, so Lenzen, sie dürften aber sicherlich die gefühlte Sicherheit bei den Bürgern in der Region eher verschlechtern.

„Unsere Anfrage umfasst im Schwerpunkt die Personalausstattung beziehungsweise Entwicklung sowie die Sicherheit bei uns im Kreis Heinsberg“, erklärte Fraktionschef Stefan Lenzen zu der Initiative der Freien Demokraten. „So wollen wir wissen, wie es um die aktuelle Personalausstattung der Kreispolizei Heinsberg bestellt ist und wie sich die Personalentwicklung in den Jahren 2011 bis 2015 darstellt. Wie viele Stellen sind unbesetzt und müssen durch bestehendes Personal aufgefangen werden?“

Außerdem wollen die Freien Demokraten wissen, ob die Verstärkung der Polizei in Aachen Einfluss auf die Personalstärke in Düren und Heinsberg hat. „Wie hoch ist der Überstundendurchschnitt insgesamt und in den einzelnen Wachen? Welche Fahrzeugausstattung steht zur Verfügung, und wie viele können im Schichtdienst tatsächlich bereitgestellt und besetzt werden?“ Auf diese Fragestellungen verwies der FDP-Kreisvorsitzende Dr. Klaus Wagner.

In Medien sei immer wieder von sexuellen Übergriffen durch Flüchtlinge und Migranten in öffentlichen Bädern zu lesen. Wolfgang Strahlen, Mitglied im Kreispolizeibeirat und Sprecher für Sicherheit, stellte die Frage, inwieweit auch Erkenntnisse im Kreis Heinsberg dazu vorliegen würden. Im Fokus stünden aber auch andere Fragen: Sind steigende Einbruchsdelikte in bestimmten Regionen des Kreises Heinsberg zu verzeichnen? Wie stark haben sich die Delikte im Bereich Links-/Rechtsextremismus im Vergleich zum Vorjahr beziehungsweise seit 2011 gesteigert?

Abschließend will die Kreistagsfraktion der Freien Demokraten wissen, wie hoch die Aufklärungsquoten, aufgeschlüsselt nach Deliktart, sind und wie sich die Polizeibeamten zwischen Innen- und Streifendienst prozentual aufteilen.

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