Kreis Düren: Sexsteuer in NRW: Merzenich ist Spitze

Kreis Düren: Sexsteuer in NRW: Merzenich ist Spitze

Gut 420.000 Euro hat die Stadt Düren im vergangenen Jahr an Hundesteuer eingenommen, gut 6000 Euro mehr im Vergleich zum Jahr 2012. Das sind 4,55 Euro je Einwohner, hat der Landesbetrieb Information und Technik NRW berechnet. Die Stadt Düren belegt damit einen Platz im unteren Drittel der NRW-Kommunen.

In der Spitzengruppe rangieren die Gemeinde Nörvenich mit gut 110.000 Euro oder 10,16 Euro pro Einwohner, die Gemeinde Inden (59 392/8,61 Euro), die Stadt Heimbach (37 298/8,51 Euro) und die Gemeinde Langerwehe (115 759/ 8,17 Euro).

Die Hundesteuer ist aber nicht die einzige kommunale Einnahmequelle. Als einzige Kommune im Kreis Düren erhebt die Gemeinde Merzenich eine Steuer auf sexuelle Vergnügungen, im Volksmund auch Sexsteuer genannt. Dank eines einzigen Betriebs im Gewerbegebiet Girbelsrath flossen im vergangenen Jahr 52.000 Euro in die Rathaus-Kasse. Mehr kassierte keine andere der zwölf Kommunen im Land, die aktuell ebenfalls eine Sexsteuer erheben.

Die touristisch angehauchten Nordeifelkommunen profitieren von einer weiteren Einnahmequelle, der Zweitwohnungssteuer. Nideggen kassierte aus dieser Quelle immerhin mehr als 71.000 Euro, gefolgt von der Gemeinde Hürtgenwald (10.783 Euro) und der Stadt Heimbach (8436 Euro). Auch die Stadt Düren profitiert an der Zweitwohnungssteuer, wenngleich der Betrag mit 26.000 Euro im Vergleich zu den gut zwei Millionen Euro, die im Jahr 2013 insgesamt an Gemeindesteuern in den städtischen Haushalt fließen, eher bescheiden ist.

Steuer auf Vergnügen

Der Löwenanteil entfällt neben der bereits erwähnten Hundesteuer auf die Vergnügungssteuer. Sie allein macht in Düren mehr als 1,5 Millionen Euro aus. Aber auch die Gemeinde Niederzier profitiert von einem ortsansässigen Spielcasino. Sie hat im vergangenen Jahr rund eine viertel Million Euro an Vergnügungssteuer eingenommen, allerdings deutlich weniger als noch im Jahr 2012, in dem mit Vergnügungen rund 400.000 Euro an Steuern zusammenkamen.

Zum Vergleich: Die Gemeinde Kreuzau kam lediglich auf 34.000 Euro. In Heimbach, Hürtgenwald und Vettweiß wurde überhaupt kein steuerpflichtiges Vergnügen registriert.

(ja)