Kreis Düren: Senioren-Union: „Wir sind die Zukunft unserer Kinder“

Kreis Düren: Senioren-Union: „Wir sind die Zukunft unserer Kinder“

Die Senioren-Union Düren-Jülich hat die Bilanz des vergangenen Jahres gezogen und einen Blick auf das neue Jahr gewagt. Dabei konnte der Kreisvorsitzende Wolfgang Gunia, den Landesvorsitzenden Leonhard Kuckart, Landrat Wolfgang Spelthahn und Bezirksvorsitzenden, Norbert Gönnewicht und viele Mitglieder begrüßen.

Ausdrücklich lobte Wolfgang Gunia die „freundschaftliche und sachliche“ Zusammenarbeit der beiden Stadtverbände Düren und Jülich. „Jenseits von personellen Querelen leisten die beiden Stadtverbände hervorragende Sacharbeit auf vertrauensvollem Niveau“, betonte er.

Der Landesvorsitzende nannte die geplante Rentenreform „Flickschusterei an der Rente“, Ruhestand mit 63 als „falsches Signal“ und „das alles auf dem Rücken der jungen Generation“.

Als falsch bezeichnete der Landesvorsitzende auch die These „ älter, kränker teurer“: „Wir müssen das Gesundheitssystem endlich auf Vorsorge und Eigenverantwortung umstellen“. Abschließend bedauerte Kuckart, dass viele engagierte Kommunalpolitiker im Alter von 65 Jahren aufwärts ihre Mitarbeit einstellen. Die landläufige Meinung „Kinder sind unsere Zukunft“ sei falsch. „Wir sind die Zukunft unserer Kinder“, betonte Kuckart zum Abschluss seiner Rede. „Wir brauchen Ihren Erfahrungsschatz in unseren Parlamenten.“

Erfahrung gefragt

Landrat Wolfgang Spelthahn nannte Beispiele, wo dies im Kreis Düren zutreffe: Bei der Beurteilung des neuen Rettungsbedarfsplanes, der nach einjähriger Verhandlung zum ersten Mal kreisweit mit den Krankenkassen ausgehandelt worden sei, ebenso bei der Erstellung eines neuen Nahverkehrsplanes.

In den letzten Jahren sei an dem 1970 erstellten Plan nur „rumgebastelt“ worden. Zudem sei die Frage zu klären, wie heutzutage etwa Kindertagesstätten gebaut werden müssen, damit sie in zehnJahren, wenn sie im Rahmen der demografischen Entwicklung mangels Kinder leer stehen, für ältere Menschen genutzt werden können. In seiner Rede ermunterte Spelthahn die Bürger, „mehr Optimismus“ zu zeigen.

Nach der Nominierung von Wolfgang Gunia als stellvertretender Bezirksvorsitzender der Senioren-Union sowie Gudrun Seemann und Elfriede Vieth als Beisitzerinnen, dankte Dürens Bürgermeister Paul Larue den Verantwortlichen der Senioren Union Düren-Jülich für die gute Zusammenarbeit der beiden Verbände. „Wir nehmen es mit großer Freude zur Kenntnis, dass auch die Mitglieder aus Jülich oft den Weg nach Düren finden“, betonte er.