Hückelhoven: Seltene gehörte Töne bei Gospelkonzerten

Hückelhoven: Seltene gehörte Töne bei Gospelkonzerten

Zum vierten Mal hieß es in der Aula „Gospel meets Unplugged”. Trotzdem war es neu und spannend, denn zum ersten Mal waren die Musiker um Norbert Winzen nicht mit dem Erkelenzer Chor RejoySing auf der Bühne.

Der hatte im Vorfeld erklärt, dass er eine Weile pausieren wolle. Dementsprechend saßen viele der Sänger im Publikum und waren gespannt, wie sich der Aachener Chor Sound n Soul an der Seite der Band schlagen würde. Es begann mit einem Straßenbesen-Rhythmus und ging mit „Le Freak” gleich ausgelassen und mitreißend weiter. Der 40-köpfige junge Chor unter der Leitung von Iris Lüpges bewies von Anfang an, dass die Wahl auf die Richtigen gefallen war.

Mit „Higher and higher” oder „Rolling in the Deep” gab es erst einmal gospelgerechte Musik, auf die man quasi schon hätte wetten können, weil sie sich für Chöre anbieten.

Doch dann kamen mit „Unwritten” von Natasha Beddingfield und Iggy Pops „Candy” Stücke, die man von Gospelchören wohl eher selten hört. Dabei war das Zusammenspiel mit den Erkelenzern so gut, dass man kaum glauben mochte, dass sie neben einem gemeinsamen Probenwochenende kaum zusammen geprobt hatten. Chorleiterin Iris Lüpges hatte nach der gemeinsamen Auswahl des Programms teilweise eigene Chorsätze schreiben müssen. Und das war ihr gut gelungen.

Musikalisch bedienten sie sich aus allen Epochen und Stilrichtungen. Die Anleihen reichten von Bruno Mars und den Bangles bis Coldplay und David Lee Roth. Am Ende durfte als I-Tüpfelchen natürlich auch mit „The man in the mirror” die Hommage an den King of Pop nicht fehlen. Das Publikum machte gerne mit und folgte den Aufforderungen, zu pfeifen, klatschen und zu singen.

Organisator Jürgen Laaser von der Eventagentur KulturPur zeigte sich sehr zufrieden. Bei Konzerte waren mit rund 600 Besuchern sehr gut besucht.

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