Kreis Heinsberg: Selbsthilfegruppe für Opfer von Gewalttaten

Kreis Heinsberg: Selbsthilfegruppe für Opfer von Gewalttaten

Die Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe ist im Kreis Heinsberg geplant. Sie ist gedacht für die Opfer von Gewalttaten.

Man liest in der Zeitung von Gewalttaten oder hört davon und denkt: „Ach wie furchtbar, aber mir passiert so etwas nicht”. Man vergisst es. Aber die, denen Gewalt widerfahren ist, egal ob zu Hause, auf der Straße, im Beruf, in der Freizeit oder an einem x-beliebigen Ort, vergessen es nie.

Die traumatischen Erlebnisse ziehen sich wie ein roter Faden durch das weitere Leben. Die Fragen nach dem Wieso und Warum und „Wie geht es weiter?” stehen im Raum. Veränderungen des Wesens und der Persönlichkeit sowie Vermeidungspraktiken werden von der Umwelt nicht immer verstanden und führen in den meisten Fällen zu sozialen Rückzugstendenzen und Depressionen.

Mit der Gründung einer Selbsthilfegruppe „Gewalt” soll den Betroffenen die Gelegenheit gegeben werden, sich auszutauschen und zu unterstützen. Die Selbsthilfegruppe kann eine sinnvolle Begleitung einer medizinischen oder psychotherapeutischen Behandlung sein. Sie soll und will diese aber nicht ersetzen.

Sie bietet Verständnis und Unterstützung durch das Aufzeigen von möglichen Wegen. Männer und Frauen, die Gewalt erfahren haben und bereit sind, eine Selbsthilfegruppe mit aufzubauen, können sich im Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum im Kreis Heinsberg (SFZ) melden. Das Gründungstreffen findet statt am Mittwoch, 25. Januar, um 20 Uhr im SFZ in Heinsberg (Hochstraße 24). Nähere Informationen gibt es aber bereits jetzt entweder unter selbsthilfe@sfz-­heinsberg.de oder telefonisch unter 02452/1567922.

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