Heinsberg: Seit März schon 250.000 Euro eingespart

Heinsberg: Seit März schon 250.000 Euro eingespart

Es dürfte wohl der Wunschtraum eines jeden Firmenchefs sein, eine solche Aussage machen zu können, nachdem ein neuer Mitarbeiter gerade einmal knapp fünf Monate im Haus ist.

Der Erste Beigeordnete der Stadt Heinsberg, Jakob Gerards, formuliert sie aus Überzeugung: „Wir können sagen, dass wir, seitdem Herr Knoben hier ist, schon rund 250.000 Euro eingespart haben.” Dieser „Herr Knoben”, der mit Vornamen Karsten heißt, ist, wenn man denn so will, eine gewinnbringende „Neuanschaffung” in der Stadtverwaltung, die sich schon in kürzester Zeit amortisiert hat. Der 31-jährige Karkener ist der erste Gebäudemanager der Stadt. Und seine Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, die städtischen Gebäude hinsichtlich Bautechnik und Wirtschaftlichkeit zu beurteilen und effektivere Vorschläge zu unterbreiten.

„Wir haben ein neues Amt für Gebäudewirtschaft eingerichtet, in dem Herr Knoben tätig ist”, erläutert Gerards, der selbst die Leitung übernommen hat. Der Aufgabenbereich des gelernten Zimmerers und studierten Bau- sowie Wirtschaftsingenieurs Knoben erstrecke sich auf insgesamt 125 Liegenschaften von der 150 Quadratmeter großen Leichenhalle bis zur über 12000 Quadratmeter umfassenden Realschule. „Früher wurde alles dezentral abgewickelt”, sagt Gerards. „Bei einer Schule zum Beispiel war das Hochbauamt mit der Planung, Errichtung und Unterhaltung beauftragt, das Liegenschaftsamt war für die Grundbesitzabgaben oder die Versicherungen zuständig, das Schulamt sorgte für die Bewirtschaftung mit Gas, Öl, Strom, Reinigung und managte den Hausmeisterdienst. Und der Bauhof erledigte die Außenanlagenbetreuung.” Jetzt werde dies alles aus einer Hand bewerkstelligt.

Neben Knoben sind im neuen Amt sechs Innendienstler, fünf Handwerker und zwölf Hausmeister zusammengefasst. „Wir wollen bei den Gebäudenutzern ein Bewusstsein dafür schaffen, dass man mit den Ressourcen, die wir zur Verfügung stellen, sorgsam umgeht”, erklärt der neue Mann im Amt eine seiner Zielsetzungen. „Es geht dabei nicht darum, Gebäude möglichst billig zu betreiben, sondern wirtschaftlich. Es kann nicht sein, dass willkürlich Leistungen gekürzt werden”, möchte er die Angst vor einem unüberlegten Kahlschlag nehmen.

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