Erkelenz-Bellinghoven: Seit 700 Jahren „Belceckhoven”

Erkelenz-Bellinghoven: Seit 700 Jahren „Belceckhoven”

Am 18. März 1309 wurde der Erkelenzer Stadtteil Bellinghoven mit sieben weiteren Dörfer aus dem Erkelenzer Land in einer Gerichtsakte als „Belceckhoven” erstmals erwähnt. Das war vor 700 Jahren.

Die Schreibweise änderte sich im Lauf der Jahrhunderte mehrmals, wie bei der eindrucksvollen Ausstellung „700 Jahre Bellinghoven” zu lesen war. Die Feierlichkeiten zum runden Geburtstag begannen beim Sommerfest mit dem Wasserspielen auf der Maar. Mit der Jubiläumsausstellung in einem Festzelt erreichen sie ihren absoluten Höhepunkt.

Hubert Rütten und Heinz-Gerd Porten hatten das umfangreiche Dorfarchiv geöffnet und luden in der Ausstellung mit Abschriften der alten Urkunden und Übersetzungen, Dokumenten, historischen Kartenwerke, Zeitungsausschnitten aus dem 19. und 20. Jahrhundert, vielen Fotos und noch mehr zu einer Reise in die Vergangenheit ein.

Mit der Erforschung der Geschichte von Bellinghoven fingen beide Archivare vor dem ersten Schülertreffen der Bellinghovener Volksschule 1984 an, als sie eine Fotoausstellung vorbereiteten. Hilfe und Unterstützung bei den Vorbereitungen der Ausstellung bekamen beide vom Heimatverein, vom Stadtarchiv, vom Kulturausschuss, von Geschäften, die die Arbeit finanziell unterstützten, und Bürgern, die ihre Dokumenten, Totenzettel und Fotos zur Verfügung stellten. Dafür bedankte sich Rütten bei der Eröffnung der Ausstellung, zu der zahlreiche Ehrengäste aus Rat und Verwaltung, Freunde und alte Bellinghovener gekommen waren.

Rütten und Porten forschen weiter, um noch offene Lücken in der Dorfgeschichte zu schließen. Zur Reise in die Historie von Bellinghoven gab es ein Rahmenprogramm, für das der Böllerclub und die Rheinische Landfrauen sorgten. Sie kümmerten sich um das leibliche Wohl der Gäste. Um weitere Interessenten Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung zu geben, ist die Jubiläums-Schau bis zum 4. September jeweils von 17 bis 21 Uhr geöffnet.

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