Waldfeucht-Haaren: Schwester Emilie ist in Haaren sehr präsent

Waldfeucht-Haaren: Schwester Emilie ist in Haaren sehr präsent

Als Oberin des Theresienhospitals in der Düsseldorfer Altstadt starb Schwester Emilie Schneider am 21. März 1859. Sie war gerade 39 Jahre alt geworden und hatte in einem entbehrungsreichen Leben als (Kranken)-Schwester in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, der auch damals viele Verlierer hinterließ, ihr Leben den Armen, Kranken und Siechenden gewidmet.

Trotz ihres kurzen Lebens erfuhr sie die besondere Nähe Gottes, die ihr Beichtvater Rektor Joseph von der Burg in den „Geistlichen Briefen” der Nachwelt übermittelte.

Heute, über 150 Jahre nach ihrem Tod, ist Sr. Emilie Schneider in ihrem Geburtsort Haaren präsenter als jemals zuvor. Dies ist vor dem Hintergrund ihrer kurzen Zeit in Haaren schon bemerkenswert.

Als vor 20 Jahren diese Zeitung Leben und Werk der Sr. Emilie aufarbeitete, fanden sich in ihrem Geburtsort keinerlei Hinweise auf diese Tochter des Ortes. Auf Initiative der CDU-Ortsgruppe wurde 1994 unter finanzieller Beteiligung des Komitees Haarener Oktoberfest eine Gedenkplatte an der St. Jans Klus, der Taufkirche, angebracht. Zehn Jahre später widmete die Gemeinde Waldfeucht eine neu erschlossene Straße unmittelbar hinter dem ehemaligen Geburtshaus von Sr. Emilie Schneider. Zum 150. Todestag im vergangenen Jahr weihten Zivil- und Pfarrgemeinde eine auf eine örtliche Privatinitiative zurückgehende, durch Spenden der Kreissparkasse Heinsberg finanzierte Büste mit dem Antlitz von Sr. Emilie Schneider auf dem neu geschaffenen „Sr.-Emilie-Schneider-Platz”.

Jetzt ist der Kreis der örtlichen Erinnerungsstätten mit einer Gedenkplatte an der Stelle des früheren Geburtshauses von Sr. Emilie abgerundet worden. Bis Mitte der 1950er Jahre stand das frühere „Vueschele Hüske”, wie das an der heutigen Rother Straße gelegene Gebäude im Volksmund benannt wurde und den älteren Einwohnern des Ortes noch heute ein Begriff ist.

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