Wegberg: Schwarzer Rauch ist harmlos

Wegberg: Schwarzer Rauch ist harmlos

In der Nacht von Samstag auf Sonntag heulten in Wegberg, Moorhoven, Rath-Anhoven, Klinkum und Tüschenbroich um 1.20 Uhr die Sirenen.

Das Alarmstichwort „Rauchentwicklung im Krankenhaus” klang zunächst bedrohlich. Die Einsatzleitung ging sensibel am Objekt vor, um möglichst keine Unruhe bei den Patienten hervorzurufen.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte des Löschzuges I war auf dem Dach im Bereich der Intensivstation eine schwarze Rauchwolke deutlich sichtbar. Das Krankenhaus war, genauso wie weite Teile der Wegberger Innenstadt, zum Zeitpunkt der Alarmierung stromlos. Lediglich die Notstromversorgung des Krankenhauses war in Betrieb.

Aufgrund dieser Umstände gestalteten sich erste Erkundungen als schwierig. Es wurden mehrere Angriffstrupps unter Atemschutz in das Gebäude geschickt, um einen Überblick über eine mögliche Gefahrenlage zu erhalten. Gleichzeitig wurde der Außenbereich weiträumig ausgeleuchtet.

Nachdem die Drehleiter den Dachbereich ausgeleuchtet hatte, konnte die Rauchwolke lokalisiert werden. Die Rauchwolke kam aus einem Abgasrohr der Notstromanlage, welche sich in unmittelbarer Nähe zur Lüftungsanlage befand. Da Mitarbeiter in diesem Bereich ein Feuer vermuteten, alarmierten sie folgerichtig die Feuerwehr.

Nach weiteren Erkundungen stand fest, dass der Innenbereich des Krankenhauses vollständig rauchfrei war. Dies sorgte bei der Einsatzleitung für deutliche Erleichterung. Nachdem die Ursache eindeutig geklärt war, wurde Entwarnung gegeben.

In den Einsatz waren insgesamt 63 Feuerwehrmänner mit zehn Fahrzeugen sowie ein Rettungswagen, eine Funkstreifenbesatzung der Kreispolizeibehörde Heinsberg und der Leiter des Fachbereiches Sicherheit und Ordnung der Stadt Wegberg eingebunden.

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