Waldfeucht-Haaren: Saftiger Sound bringt die Menge zum Toben

Waldfeucht-Haaren: Saftiger Sound bringt die Menge zum Toben

Rock vom feinsten war wieder in der Selfkanthalle angesagt. Das dritte „Eurock”-Festival mit 30 Musikern avancierte zur heißen Tanzparty.

Mit dabei waren diesmal die Bands „Glenrock” aus dem Heinsberger Land, „Juicy Lucy” aus den Niederlanden sowie „Invisible Touch” aus Aachen.

Nach den Riesenerfolgen in den beiden Vorjahren war für die beiden Organisatoren Josef Vraetz und Willi Weindorf klar, dieses Event erneut auf die Beine zu stellen. Aufgrund der hervorragenden Akustik in der Selfkanthalle erfolgte das Konzert erneut in Haaren.

„Wir haben beschlossen, mit unserem Rockzirkus noch einmal in die fantastische Selfkanthalle zurückzukommen”, sagte Vraetz bei der Begrüßung auf der überdimensionalen Bühne. Mit der Parole „Glenrock go” wurde das Festival eröffnet.

Die Formationen Glenrock und Juicy Lucy sind aus den vergangenen Festivaljahren ein Begriff. Während Glenrock mit Rockklassikern der 80er über Spontaneität der Neuen Deutschen Welle bis hin zu topaktuellen Hits überzeugte, begeisterten die zwei Ladys und zehn Jungs von Juicy Lucy für Soul-Blues Klassiker, wie beispielsweise von den „Blues Brothers” oder den „Commitments”.

Der Juicy-Lucy-Bassgitarrist Steve Jansen spielt gern in Deutschland. Auftritte in Deutschland hätten einen völlig anderen Charakter als in den Niederlanden.

Großartige Stimmung

Jansen, der persönlich dunkle Musik und Soul bevorzugt, war beeindruckt, dass derart junge Menschen aus dem grenznahen Raum nach Haaren gekommen waren, um das Eurock-Festival live zu erleben.

„Das würde bei uns in den Niederlanden nicht vorkommen”, war er sicher. Sein Wunsch für den Abend? „Ein guter Auftritt für die Band, für das Publikum und für mich.” Natürlich ging dieser Wusch in Erfüllung. An Spaß und großartiger Stimmung fehlte es jedenfalls nicht.

Viele Jugendliche begannen unmittelbar vor der Bühne zu tanzen und mitzusingen. Die Bands heizten die Fans in der prall gefüllten Selfkanthalle so richtig ein. Für das richtige Festivalfeeling wurde das Rockspektakel auf der Bühne auf zwei Großbildleinwänden übertragen. Zehn Ton- und Lichttechniker sorgten unermüdlich für den richtigen Sound.

Zum Höhepunkt der Party standen schließlich die zehn Musiker der Ausnahmeband Invisible Touch auf der Bühne. Mit ihrem erstklassigen Sound, der auch von Phil Collins persönlich hätte stammen können, zogen sie das Publikum in den Bann.

Aufgrund der verblüffend ähnlichen Stimme von Frontmann Ralf Piepers mit Phil Collins und den routinierten Musikern war es für die Zuhörer schwer zu glauben, dass es nicht Genesis waren, die den Saal zum Toben brachten. Die Gruppe verstand es erstklassig, das Publikum mitzureißen.

Derzeit sind die Musiker auf Tour. Sie nutzten die Gelegenheit in Haaren, ihre neue CD „Touch it” vorzustellen. Hörproben gibt es im Internet.

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