Düren: Rurtalbahn plant mit Containerterminal ab 2016

Düren: Rurtalbahn plant mit Containerterminal ab 2016

Es ist das wohl wichtigste Infrastrukturprojekt der kommenden Jahrzehnte im Raum Düren: Bis zum Jahresende will die Rurtalbahn entscheiden, wo das von ihr geplante Güterverkehrszentrum gebaut werden soll.

Den eigentlichen Bau der Gleise, Weichen und Krananlagen kalkuliert Nießen mit gut einem Jahr, zeitlich erheblich schwerer einzuschätzen seien hingegen Fragen des Planungsrechts und des Grundstückserwerbs. Allein für Terminal und Gleise werden rund 150.000 Quadratmeter benötigt; Flächen für Speditionen, Logistiker und Lagerhallen nicht eingerechnet. Fragen, bei denen die Rurtalbahn auch auf das Know-how verschiedenster Partner zurückgreifen will.

In der Standortfrage spricht derweil weiter einiges für eine Umsetzung des Projekts am Dürener Vorbahnhof mit direktem Anschluss an die Hauptstrecke Aachen-Köln. Schon das von der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (AGIT) in Auftrag gegebenen Gutachten des Frauenhofer-Instituts war im vergangenen April zu dem Schluss gekommen, dass dieser Standort die größten Vorteile im Raum Aachen-Köln mit sich bringt.

Aber auch der von Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser nachträglich ins Spiel gebrachte Bereich Talbenden/Rurbenden im interkommunalen Gewerbegebiet mit der Stadt Düren ist noch nicht aus dem Rennen, versichert Nießen und betont, dass sich noch drei Standorte in der Auswahl befinden und einer intensiven Prüfung, Vermessung und Bewertung auch aus planungsrechtlicher Sicht unterzogen werden. Parallel bereiteten die Rurtalbahner derweil Förderanträge vor.

Im Endausbau, den Nießen in 15 bis 20 Jahren sieht und mit rund 25 Millionen Euro kalkuliert, sollen in dem Terminal einmal 150.000 große Seecontainer jährlich umschlagen.

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