Eschweiler: Rote-Kappen-Meer feiert fröhlich im Schunkelsturm

Eschweiler : Rote-Kappen-Meer feiert fröhlich im Schunkelsturm

Alarmstufe Rot in der Aula der Realschule Patternhof: Die Roten Funken mussten bereits zur Sessionseröffnung erste Verluste vermelden. Denn den kommenden Zeremonienmeister Hans-Willi Huth hatte die Schweinegrippe ans Bett gefesselt.

Für den Prinzen in spe Marco Zimmermann hieß das: Feiern und Schunkeln für zwei! Kein Problem für das jecke Energiebündel, wohlwissend, dass sein Partner schon in Kürze wieder an seiner Seite steht.

Ansonsten war von krankheitsbedingter Lähmung nichts zu spüren, dafür aber waren erste Folgen der Wirtschaftskrise im Karneval sichtbar. Denn nur einmal ließ Rote-Funken-Präsident Raimund Kamps zur Begrüßung das „Bum Bum Hurra” rufen.

Doch die närrische Rezession verschwand so schnell wie sie kam. Als Eisbrecher par excellence verwandelten die „Original Eschweiler” das Rote-Kappen-Meer in Sekundenschnelle in einen wahren Schunkelsturm. Eine wärmende Stärkung gabs mit leckerer Äezezupp trotzdem, gekühlt wurde dann mit frisch gezapftem Bier.

Auf vollen Magen servierte das Programm dann einen Nachtisch aus der Bütt. Nach „Anton & Amadeus” wurde es beim Auftritt der Tanzgruppe „Red Light” sportlich. Bevor Rote-Funken-Tanzmarie Julia Krieger aus dem Männerabend verabschiedet wurde, zeigte sie auf der Bühne noch ihr Können.

Das bewies in gekonnter Manier auch Peter Deutschle. Das Bütten-Urgestein stand auch bei den Ehrungen im Mittelpunkt, nahm er doch aus den Händen von Kommandant Peter Pfeiffer den 1.-Klasse-Orden in Gold, die höchste Auszeichnung von Eschweilers größter Karnevalsgesellschaft, entgegen.