Kreis Heinsberg: Rotary-Club Heinsberg startet zwei Sozialprojekte

Kreis Heinsberg: Rotary-Club Heinsberg startet zwei Sozialprojekte

Nicht nur gefeiert haben die 49 Mitglieder anlässlich des 40-jährigen Bestehens vom Rotary-Club Heinsberg, sondern zugleich zwei große soziale Projekte ins Leben gerufen und dafür insgesamt 40 000 Euro zur Verfügung gestellt. In einem großen, mit Graffiti bunt verziert Bauwagen vor der Heinsberger Stadthalle stellten der scheidende Präsident Gottfried Classen und sein Nachfolger Dr. Joachim Steiner die Initiativen bei einem Pressegespräch vor.

Das erste der beiden Projekte ist der Bauwagen selbst. Er wurde vom Rotary-Club in enger Abstimmung mit dem Erkelenzer Ortsverband des Kinderschutzbundes angeschafft, von Graffiti-Künstler ­Andreas Valiotis zusammen mit Jugendlichen außen farbig gestaltet und innen funktionell ausgestattet. So kann er ab sofort in der mobilen Jugendarbeit eingesetzt werden. Der Wagen verfügt über eine große Sitzecke mit Bänken und Tischen, über eine Küche mit allem notwendigen Inventar, über einen WLAN-Anschluss und eine großen Leinwand, darüber hinaus für den Außenbereich über Bierzelt-Garnitur und Sonnenschirm.

Die Idee zu diesem Projekt kam von Peter Maaßen, Mitarbeiter des Heinsberger Jugendamtes. „Wir haben festgestellt, dass es gar nicht so leicht ist, ein sinnvolles Projekt zu finden“, erklärte Steiner und dankte Maaßen für seine Kreativität und die Vermittlung der Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund. „Und wir freuen uns, dass wir mit dem Kinderschutzbund einen kompetenten Partner gefunden haben, der uns den Betrieb und Einsatz des Wagens abnimmt, denn das könnten wir selbst gar nicht leisten“, ergänzte Classen. Für zunächst drei Jahre werden sich die Rotarier zudem mit einem Zuschuss an den Betriebskosten beteiligen. Dieser Wagen eröffne neue Möglichkeiten, kreisweit tätig zu sein“, erklärte Michael Kutz, Vorsitzender vom Erkelenzer Ortsverband des Kinderschutzbundes. „So können wir Kinder und Jugendliche auf unkomplizierte Weise erreichen, um im Bedarfsfall zu helfen oder auch nur einen Treffpunkt zu bieten.“

In einem zweiten Projekt rufen die Rotarier zu einem „Wettbewerb der guten Ideen“ auf, für den sie die andere Hälfte der Gesamtsumme von 40 000 Euro zur Verfügung stellen. Geldbeträge bis zu jeweils 5000 Euro sollen denjenigen Personen oder Einrichtungen zugutekommen, die eine Jury aus Rotariern, Journalisten und einem Vertreter der Jugendpflege mit ihrem Vorschlag überzeugen. Dabei geht es um Projekte oder sinnvolle Anschaffungen in den Bereichen Jugendpflege und -fürsorge, Erziehung und Bildung, Altenhilfe, Förderung der Völkerverständigung, Integration und Toleranz. Es handele sich also nicht um ein Preisgeld für ein gutes Projekt, das bereits realisiert und damit nachträglich prämiert werde, betonte der Vorstand. Zur Verfügung gestellt werde solle das Geld, damit ein neues Projekt überhaupt erst realisiert werden könne.

Schirmherr des neuen Projekts ist der neue Präsident. „Mit diesem Wettbewerb wollen wir gute Ideen ans Licht bringen“, sagte Steiner. „Ich würde mich sehr freuen, wenn wir mit diesem Wettbewerb dort unterstützen könnten, wo ehrenamtliches Engagement durch Geldmangel eingeengt und beschränkt wird.“

(anna)
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