Kreis Heinsberg: Rotary-Club fördert bei seinem Wettbewerb der guten Ideen elf Projekte

Kreis Heinsberg: Rotary-Club fördert bei seinem Wettbewerb der guten Ideen elf Projekte

Wie kreativ ehrenamtliche, soziale Projekte sein können, war bereits im Dezember bei der Bekanntgabe der Preisträger im „Wettbewerb der guten Ideen“ des Rotary-Clubs Heinsberg deutlich geworden. Wie sehr die Menschen, die hinter diesen elf Projekten stehen, für ihre Idee brennen, zeigten sie jetzt im Rahmen eines kleinen Festaktes im Restaurant „Tante Lucie“ in Wassenberg.

Dort wurden den Vertretern der Projekte von Dr. Joachim Steiner, Präsident des Clubs, und Projektleiter Dr. Arnold Frenken Urkunden verliehen. Anschließend stellten die Ausgezeichneten die Ideen vor, für die sie das Preisgeld verwenden werden.

40.000 Euro zum 40-Jährigen

Zuvor hatte Steiner in seiner Begrüßung die Geschichte des Wettbewerbs noch einmal Revue passieren lassen. Im Vorfeld des 40-jährigen Bestehens des Clubs sei die Idee entstanden, aus diesem Anlass 40.000 Euro für wohltätige Zwecke zu spenden. Mithilfe von Peter Maaßen aus dem Jugendamt der Stadt Heinsberg wurde zunächst das Bauwagenprojekt für den Kinderschutzbund entwickelt. Dafür wurden 20.000 Euro aufgewendet.

Positiv fürs Allgemeinwohl

Die Idee, für die andere Hälfte der Spendensumme einen Wettbewerb auszurufen, hatte Frenken. Teilnehmen konnten alle, die gute Ideen hatten, für deren Umsetzung aber bisher das Geld fehlte. „Projekte, die je nach Situation Leid mindern, Freude machen, Perspektiven öffnen oder sonstige positive Effekte fürs Allgemeinwohl erzielen“, so Steiner. Es sei also nicht um Preisgelder für bestehende, gute Projekte gegangen, machte der Präsident des Rotary-Clubs noch einmal deutlich, sondern darum, dort Unterstützung zu leisten, „wo ehrenamtliches Engagement durch Geldmangel eingeengt und beschränkt wird“.

Zudem hätten die Projektideen gemäß der sogenannten Gemeindienst-Satzung des Clubs aus den Bereichen Jugendpflege und Jugendfürsorge, Erziehung und Bildung, Toleranz, Integration und Völkerverständigung oder Altenhilfe kommen müssen. Insgesamt 43 Bewerbungen gingen bei diesem Wettbewerb der guten Ideen ein und wurden von einer Jury bewertet, der Rotary-Club-Clubmitglieder, ein Jugendamtsvertreter sowie Journalisten angehörten.

Projekt „Flüchtlingspaten“

Bei der Vergabe der Urkunden freute es Rotary-Club-Präsident ­Joachim Steiner sehr, dass Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen die beiden Vertreterinnen des Projekts „Flüchtlingspaten“ begleitete. „Ich steh als stolzer Bürgermeister hier“, erklärte er und würdigte die Idee, mit dem Preisgeld eine Willkommensbroschüre in verschiedenen Sprachen zu erstellen. Man habe in Hückelhoven relativ früh gemerkt, dass Ehrenamt sich wandle und dabei das Engagement im Vordergrund stehe. Dank der Broschüre würden Flüchtlinge, die nach Hückelhoven kämen, merken, dass es dort Menschen gebe, die sie ernst nähmen. „Wir brauchen jedes Kind in unserer Gesellschaft. Wir sind ein vereintes Europa. Damit sollten wir nach vorne schauen“, erklärte Jansen.