Kreis Heinsberg: Rheinische Rübenbauern sind mehr als zufrieden

Kreis Heinsberg: Rheinische Rübenbauern sind mehr als zufrieden

Kurz vor Weihnachten ist die Rübenkampagne im Rheinland zu Ende gegangen. Damit wurde das Kapitel des ­Quotenrübenanbaus im Rheinland geschlossen.

Die Rüben des kommenden ­Anbaujahres werden bereits unter den Rahmenbedingungen der neuen Marktordnung ohne ­Zuckerquoten und administrativem Rübenmindestpreis produziert und verarbeitet.

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„Das Anbaujahr war aus pflanzenbaulicher Sicht geprägt durch wechselhafte und in größeren ­Teilen nicht optimale Wachstumsbedingungen“, bilanzierte der Rheinische Rübenbauer-Verband (RRV). Nach einer noch termingerechten Saat habe bis in den ­August hinein eine feuchte und einstrahlungsarme Wetterlage dominiert. Allein im Juni seien lokal mehr als 300 Millimeter Niederschlag gefallen.

Mitte August habe sich die Wetterlage grundlegend geändert und eine rund achtwöchige trockene und heiße Wetterphase begonnen. Diese habe nicht nur das Pflanzenwachstum gebremst, sondern vor allem im September größere Probleme bei der Rübenernte verursacht, da die Böden stark verhärtet gewesen seien und die Rübenroder die Rüben nur schwer und mit viel Aufwand hätten ernten können. Erst ab November sei das Wetter insgesamt ausgeglichener geworden, wobei einzelne Nachtfröste um die Monatswende November/Dezember bereits grenzwertig für die Rüben gewesen seien.

Bernhard Conzen aus Gangelt, Vorsitzender des RRV sowie zugleich Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes und Vorsitzender der Kreisbauernschaft Heinsberg, resümierte, dass man unter diesen Bedingungen mit dem erzielten Durchschnittsertrag von knapp über 72 Tonnen Rüben je Hektar bei 18 Prozent ­Zuckergehalt mehr als zufrieden sein müsse. Noch vor zehn Jahren seien die daraus resultierenden ­Zuckererträge von durchschnittlich 13 Tonnen je Hektar selbst unter günstigen Bedingungen kaum vorstellbar gewesen.

Ergänzend wies der RRV-Vorsitzende darauf hin, dass die Spanne der erzielten Erträge in Abhängigkeit von der Intensität der Witterung und der Bodengüte in diesem Jahr ungewöhnlich groß gewesen sei. Insgesamt aber habe die Anbauregion bewiesen, dass sie selbst unter weniger guten Anbaubedingungen hohe Erträge erzielen und im internationalen Vergleich mehr als mithalten könne. Dies stimme in Anbetracht des künftig schärfer werdenden Wettbewerbs vorsichtig optimistisch.

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