Erkelenz: Revolverhelden werden als Ermittler tätig

Erkelenz: Revolverhelden werden als Ermittler tätig

„Mord in Horse City” stand im Cornelius-Burgh-Gymnasium auf dem Programm. Mit ihrem ersten Bühneneinsatz präsentierte die Musical-AG unter der Leitung der Musiklehrerin Katrin Pippich eine Kriminalgeschichte mit Musik in zwei Akten.

Dabei bedienten sich die jungen Schauspieler nicht eines bestehenden Stückes. Denn das Stück um Mord und Totschlag im Wilden Westen stammte aus der Feder der Schüler. Die Texte wurden von Oliver Pacilli erstellt, der zugleich den Revolverhelden Jimmy spielte. Auch die Musik wurde gemeinsam ausgewählt, unter anderem bekannte Stücke wie „Hit the road, Jack” und „I feel pretty”.

Rund ein Jahr lang hatten die Schüler für die beiden Auftritte in dieser Woche in der Eingangshalle des CBG geprobt. Das Stück überzeugte neben dem Gesang vor allem durch Humor. Es ist jedoch keine Parodie”, stellte Pippich im Rahmen der Premiere klar. Das gesamte Stück über gingen die Akteure der bangen Frage nach, wer der Mörder sei, dem immer mehr Einwohner von Horse City zum Opfer fielen. Gerade unterhielten sie sich auf der Bühne über den ersten Mord, als bereits das zweite Opfer unter dem Klavier gefunden wurde. Sheriff George Pierson (Tobias Knox) war damit ziemlich überfordert.

Immerhin stellte er immer wieder logische Schlussfolgerungen an, wie: „Bei drei Schüssen kann es auf jeden Fall kein Selbstmord gewesen sein.” Auch der trunksüchtige Arzt (Philipp Brendt) war keine große Hilfe, als er bei der Besichtigung der Leiche feststellte: „Der ist eindeutig tot.”

Aufklärung kam erst in die Sache, als die beiden Revolverhelden Claire (Elisa Hensen) und Jimmy (Oliver Pacilli) sich in die Ermittlungen einschalteten.

Dass Jimmy dann gleich noch ein Techtelmechtel mit der Tänzerin Lilly (Anna Brendt) anfing, gab der Handlung zusätzlich Schwung. Nachdem ziemlich alle Akteure der Reihe nach verdächtigt worden waren, entpuppte sich die Saloonbesitzerin Mary Pennywater (Rebecca Schmidt) als Mörderin. Sie hatte schon zuvor alle genarrt, weil sie nämlich trotz des Rollstuhls sehr gut zu Fuß war.

Die Eingangshalle hatte sich nach den „Latenten Talenten” schon zum zweiten Mal als Spielort bewährt.

Den rund 120 Zuschauern bot sie ausreichend Platz und soll auch zukünftig für Aufführungen genutzt werden.

Auf der Bühne zu sehen und zu hören waren Rebecca Schmidt, Anna und Philipp Brendt, Tobias Kox, Lena Restle, Anika Brümmer, Elisa Hensen, Oliver Pacilli, Melina Zahren, Hannah Greven, Marie Klapproth, Pia Hintzen, Anna Boß, Melanie Dänekas, Katrin Himmerich, Judith Maaßen, Samira Blau, Nina Hahn, Esther Fothen und Tina Plavius. Am Klavier begleitet wurde die Aufführung von Elisa Waldhoff, für Licht und Technik sorgte Karsten Nitschke. Julius Franz war der Souffleur. Um die Regiearbeit kümmerte sich Katrin Pippich.

Die Schauspieler waren aber auch hinter der Bühne aktiv und an der Auswahl der Musik und der Kostüme ebenso beteiligt wie am Bühnenbild. Die Kostüme waren teilweise Leihgaben der Borschemicher Karnevalsgesellschaft Rasselbande.

Wie es mit der Musical-AG weitergeht, steht noch in den Sternen. Denn Leiterin Pippich wird im Oktober erst einmal eine einjährige Babypause antreten. Ob sich jemand findet, der die Leitung der AG und der 22 Schüler aus den Jahrgangsstufen 10 bis 13 übernehmen wird, steht noch nicht fest.