Gangelt: Rekordjahr für die Gangelter Feuerwehr

Gangelt: Rekordjahr für die Gangelter Feuerwehr

181 aktive Feuerwehrleute stellen in acht Löschgruppen den Brandschutz in der Gemeinde Gangelt sicher. Nicht minder aktiv sind die 43 Mitglieder der Ehrenabteilung sowie die 30 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Das Jahr 2014 war das bislang einsatzreichste Jahr in der Geschichte der Feuerwehr Gangelt.

Die Wehrleute wurden 136 Mal per Funkmeldeempfänger zu Einsätzen alarmiert. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies ein Anstieg der Alarmierungen um 45 Einsätze.

Mit 70 Alarmierungen war die Löschgruppe Gangelt an den meisten Einsätzen beteiligt. Dies liegt auch daran, dass hier die Drehleiter der Gemeinde Gangelt stationiert ist. Diese wurde neunmal zu Einsätzen gerufen. Die zweithäufigsten Einsätze verzeichnete die Löschgruppe Birgden. Der Hauptgrund hierfür liegt in dem dort stationierten Einsatzleitwagen.

Insgesamt 32 Mal wurden die Dienste des Einsatzleitwagens in anderen Zügen benötigt. Die Löschgruppe Gangelt bildet mit der Löschgruppe Stahe-Niederbusch (52 Einsätze) den Zug 1 der Feuerwehr Gangelt. Der Zug 2 besteht aus den Löschgruppen Birgden (69), Kreuzrath (14) und Schierwaldenrath (25), der Zug 3 aus den Löschgruppen Breberen (42), Hastenrath (31) und Langbroich (34).

Anstieg der Brandeinsätze

Entgegen dem Trend der letzten Jahre war im Jahr 2014 ein deutlicher Anstieg der Brandeinsätze zu verzeichnen. 69 Mal rückten die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Gangelt zu Brandeinsätzen aus, wobei in 25 Fällen automatische Feuermeldungen durch Brandmeldeanlagen vorausgingen.

Im Juli wurden die Züge eins und drei nachts zu einer automatischen Feuermeldung in Gangelt alarmiert. Durch das rechtzeitige Auslösen der Brandmeldeanlage konnten Mitarbeiter der Einrichtung für psychisch behinderte Menschen bereits vor Eintreffen der Feuerwehr 24 Bewohner evakuieren.

2014 mussten die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde mehrere größere Brände bekämpfen. Am Karnevalssamstag geriet eine Scheune auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Schierwaldenrath in Brand. Bei eisigen Temperaturen bekämpften alle Einheiten der Feuerwehr Gangelt sowie zwei Einheiten der Feuerwehr Selfkant rund sechs Stunden lang den Großbrand.

Rund drei Wochen später sorgte ein vermeintlicher Schuppenbrand in Gangelt für Aufregung. Statt des gemeldeten Schuppens stand ein Anbau in Flammen, die bereits auf Wohnräume übergegriffen hatten. Da in den Wohnräumen eine Person vermisst wurde, wurden zahlreiche weitere Einheiten alarmiert. Die vermisste Person befand sich glücklicherweise doch nicht in der Wohnung, dennoch wurde ein Bewohner des Mehrfamilienhauses verletzt.

In 34 Fällen rückten die Feuerwehren aus, um technische Hilfe zu leisten. Hierbei handelte es sich um Verkehrsunfälle, Sturm- und Wasserschäden sowie die Beseitigung von Ölspuren.

Zehnmal wurden Einheiten der Feuerwehr Gangelt zur Unterstützung anderer Behörden und Organisationen angefordert. Nach Sturmtief „Ela“ rückten Einheiten aus dem Kreis Heinsberg und der Städteregion Aachen mit dem Bereitschaftszug 1 des Regierungsbezirkes Köln aus, um in Essen bei der Beseitigung von Sturmschäden zu unterstützen.

Die Freiwillige Feuerwehr Gangelt beteiligte sich mit der Besatzung des Einsatzleitwagens an der Hilfsaktion. Zwei Monate später folgte der zweite Einsatz des Bereitschaftszuges 1 des Regierungsbezirks Köln. Außergewöhnliche Starkregenfälle sorgten nicht nur für zahlreiche Einsätze in der Region, besonders schwer traf es das Münsterland. Auch hier beteiligte sich die Freiwillige Feuerwehr Gangelt mit der Besatzung des Einsatzleitwagens.

Dem Täter auf der Spur

Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurde die Löschgruppe Gangelt im August gerufen. Nach einem Einbruch hatte sich der Täter in einem Einkaufsmarkt versteckt. Mit Hilfe der Wehr wurde der Bereich ausgeleuchtet. Letztendlich konnte der Täter in dem Gebäude festgenommen werden.

Neben den Einsätzen gab es für die Feuerwehren in der Gemeinde Gangelt allerhand Weiteres zu tun. In Birgden wurde fleißig am Feuerwehrgerätehaus gearbeitet. Das Feuerwehrgerätehaus am großen Pley steht nun kurz vor der Fertigstellung. Darüber hinaus wurden zwei neue Fahrzeuge für die Feuerwehr Gangelt bestellt. Die beiden Gerätewagen-Transport (GW-T) werden ab 2015 zwei etwa 25 Jahre alte Fahrzeuge der Löschgruppen Breberen und Stahe-Niederbusch ersetzen.