Kreis Düren: Rath-Rurtalbahn-Gruppe will bis zu 50 neue Stellen schaffen

Kreis Düren: Rath-Rurtalbahn-Gruppe will bis zu 50 neue Stellen schaffen

Neues Netz, neue Züge, neue Arbeitsplätze: Die Rath-Rurtalbahn-Gruppe lässt in Zukunft ihre Schienenfahrzeuge auch im Erft-Schwalm-Netz (ESN) über die Gleise rollen.

Für den Kreis Düren heißt das, dass das Unternehmen nach eigenen Angaben bis zu 50 neue Stellen schaffen werde. „Wir suchen wieder motivierte Mitarbeiter“, sagt Geschäftsführer Achim Schmitz und verweist auf die „erfolgreiche“ Vergangenheit, in der im eigenen Ausbildungszentrum 400 Lokführer qualifiziert wurden. 200 kamen davon aus dem Kreis Düren und gehörten in vielen Fällen vorher der Jobcom an.

Neue Jobs entfallen nicht nur auf den Schienenverkehr: Weil die Fahrzeuginstandhaltung des neuen Projekts in der Werkstatt in Düren gewährleistet wird, ist auch dort mehr Personal gefragt. Das operative Management für den Betrieb des Erft-Schwalm-Netzes läuft über den Hauptstandort Düren. Bei der Transportleitung, also im organisatorischen Bereich, soll das Personal ebenfalls aufgestockt werden.

„Der Hauptstandort Düren wird gestärkt. So sind wir für weitere Ausschreibungsprojekte bestens gerüstet“, bekräftigen Schmitz und Wolfgang Spelthahn, Aufsichtsvorsitzender der Rurtalbahn GmbH. Die Züge rollen ab Dezember 2017 im ESN von Mönchengladbach nach Dahlheim sowie von Bedburg über Grevenbroich und Neuss nach Düsseldorf — das macht weitere 850.000 Zugkilometer jährlich aus.

200 Millionen Euro

Der Vertrag läuft über zwölf Jahre, in denen das Unternehmen etwa 200 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften wird, wie der Geschäftsführer bekanntgab. Zwölf neue Triebfahrzeuge kommen nach Firmenauskunft im neuen Beritt zum Einsatz.

Im Ausschreibungsverfahren setzte sich die Unternehmensgruppe mit der Vias Odenwald GmbH — also eine Schwestergesellschaft der Rurtalbahn — unter anderem gegen die Deutsche Bahn und die niederländische Staatsbahn durch.

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