Düsseldorf/München: Zwei Farben für wenig Platz: Auch im Urlaub immer gut angezogen

Düsseldorf/München: Zwei Farben für wenig Platz: Auch im Urlaub immer gut angezogen

Mindestens zwei Bikinis, eine Hand voll Party-Outfits und etwas Legeres für den Stadtbummel: Auch im Urlaub bräuchte es einen ganzen Kleiderschrank voller Anziehsachen. Zur Verfügung steht aber nur ein Koffer - und der wiegt im Idealfall nicht mehr als 20 Kilogramm.

Eine Schönwetter-Garantie gibt es dazu nicht. Der Ausweg aus diesem Dilemma lautet: Mehr als zwei Basisfarben sollten es nicht sein.

Eine erste Pack-Hilfe bietet der sogenannte Lagen-Look. Stylistin Birgit Getter aus Düsseldorf packt dafür Kleidungsstücke in ihren Koffer, die sich auch übereinander tragen lassen. So lasse sich das Outfit passend zu den Temperaturen Stück für Stück aus- oder anziehen. Zu T-Shirt und langer Hose kombiniert sie beispielsweise Cardigan oder Twinset. „Früh und abends ist es ja meistens etwas kühler als mittags. Und mit dem Lagen-Look kann ich mich an jede Tageszeit anpassen.”

Was in den Koffer soll und darf, hängt selbstverständlich vom grundsätzlich vom Reiseziel und dem Charakter der Tour ab. „Für den Campingplatz kann das Outfit gern etwas rustikaler sein - eine Jeans und dazu noch eine andere lange Hose, Shorts für schlanke Frauen, Bermudas für etwas kräftigere und dazu zwei bis drei Tops”, zählt Getter für diesen Fall auf. All das nehme vergleichsweise wenig Platz weg. Für Ausflüge empfiehlt die Expertin ein Paar feste Schuhe - zum Beispiel Sneakers - und eine Fleece-Jacke: „Frauen frieren ja bekanntlich schnell.”

Beim Strandspaziergang oder dem Besuch einer hippen Strandbar kleidet eine leicht transparente Tunika perfekt. Außerdem sei in dieser Saison der Pareo besonders angesagt, dazu passen Flip-Flops. Wer in einem besseren Hotel wohnt oder abends feiner ausgehen will, sollte auch ein bis zwei Kleider und dazu passende, hohe Schuhe einpacken. „Beim Packen sollten alle Teile farblich aufeinander abgestimmt sein”, rät Getter. Am besten sei es, sich auf zwei Basisfarben zu beschränken. Dann falle es leichter, alles miteinander zu kombinieren: „Zum Beispiel passen die Sommerfarben Weiß und Beige sehr gut zu Rot.”

Zu einer weißen Hose ein rotes Top und einen weißen Cardigan kombinieren, schlägt Getter vor. Auch ein roter Rock zu weißem Top und weißem Cardigan ergebe ein optimales Styling. Blau lässt sich ebenfalls mit Weiß kombinieren - das ergibt den in dieser Saison besonders angesagten Marine-Look. Es dürfen aber auch dunkle Basics sein.

„Dunkle Bermudas und dunkle Röhrenjeans als Multi-Kombinationsteile zum Beispiel: Die werden nicht so schnell schmutzig”, sagt Ingo Brack von der Modeschule ESMOD in München. Gerade Nachtblau und Schwarz könnten im Sommer gut getragen werden. Und Khaki als Basisfarbe passe etwa sehr gut zu Türkis und Pink. Ist das Fundament dunkel, dürfen die T-Shirts und Tops flippiger sein. Um sicher zu gehen, dass alles zusammenpasst, legt Birgit Getter die Sachen vorher nebeneinander.

Damit das Styling von Kopf bis Fuß auch gut aussieht, rät Friseur Jens Dagné aus Worms, die Pflegeprodukte für das Haar nicht zu vergessen. „Im Beautycase sollte sich unbedingt ein Aftersun Shampoo finden. Das verleiht von der Sonne ausgelaugten Haaren wieder Glanz”, sagt der Friseurmeister, der Vorsitzender der Vereinigung Intercoiffure ist. Genauso wichtig sei eine Schutzcreme, die vor dem Strandgang in die Haare einmassiert wird. Ein Spray schützt das Haar wie die Sonnencreme die Haut.

Für Männer sind lange Hosen im Urlaub ein Muss - also nicht nur kurze einpacken, warnt Getter. „In den meisten Hotels gehören lange Hosen spätestens beim Abendessen zum Dresscode.” Je nach Kategorie sollten die Herren außerdem ein Hemd einpacken.

Neben Flip Flops und Badeschlappen gehört ein Paar geschlossene Schuhe in den Urlaubskoffer auch der Herren. Das können laut Brack Slipper oder Sneaker sein - für den Stadtbummel. Auch eine Umhängetasche gehört hier in diesem Sommer trendgemäß dazu.

Accessoires sind das i-Tüpfelchen

Auch das Strand-Outfit bekommt erst durch die passenden Accessoires den letzten Schliff. Lange Ketten, Armreifen und Strohhüte gehören ins Gepäck, rät Stylistin Birgit Getter aus Düsseldorf. Wer keinen Platz im Koffer mehr hat, könne solches Stylingzubehör auch vor Ort kaufen. Edler Schmuck sollte zu Hause bleiben - „es sei denn, man nächtigt in einem Fünf-Sterne-Hotel”. Metallschmuck sei unter heißer Sonne ohnehin ungünstig, da es zu Verbrennungen auf der Haut kommen könne. Die Expertin empfiehlt Schmuck aus Natur-Materialen wie Holz.