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Was macht Costa Rica zu einem beliebten Reiseziel für Europäer?

Fortschrittlich und sicher : Was macht Costa Rica zu einem beliebten Reiseziel für Europäer?

Mallorca war gestern. Immer mehr Menschen sind im Urlaub auf der Suche nach exotischen Reiseländern mit einem echten Erlebniswert. Ein solches Land, das sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut, ist Costa Rica.

Der Staat gehört zwar zu den kleineren Ländern in Mittelamerika. Dennoch bieten Anbieter von Costa-Rica-Rundreisen eine riesige Vielfalt an Eindrücken, die den Besuchern lange im Gedächtnis bleiben. Von unberührten Regenwäldern über Traumstrände bis hin zu einem bunten Nachtleben gibt es hier alles, was das Herz der Urlauber begehrt. Nun finden sich diese Dinge natürlich auch in vielen anderen Ländern der Welt. Was genau ist es also, das so viele Europäer ausgerechnet nach Costa Rica zieht? Es ist wohl ein Zusammenspiel aus mehreren Gründen. Einige davon werden hier erklärt.

Eines der sichersten Länder in Lateinamerika

Abenteuer ja, aber bitte in Maßen. Das Zelten im Regenwald oder das Schnorcheln über einem tropischen Riff regen die Fantasie an und geben verwöhnten Europäern das Gefühl, der Natur ein wenig näher zu kommen. Dagegen möchte im Urlaub niemand Angst davor haben, auf offener Straße ausgeraubt zu werden. Zum Glück zählt Costa Rica zu den sichersten Ländern Lateinamerikas. Ein wenig Vorsicht ist natürlich trotzdem geboten. Für die Unterbringung sollten nur seriöse Hotels ausgewählt werden, und nachts sollten Touristen nicht zu Fuß in den Straßen unterwegs sein. Im Zweifel sollte immer der Rat der Einheimischen eingeholt werden. Wer sich aber an solche grundlegenden Verhaltensregeln hält, kann seinen Urlaub ganz entspannt genießen.

Eines der fortschrittlichsten Länder der Region

Viele Menschen denken immer noch, dass es in Mittelamerika wirtschaftlich gesehen nicht viel mehr gibt als Kaffee und Bananenplantagen. Und ja, diese beiden Produkte machen einen bedeutenden Teil der Exporte von Costa Rica aus. Aber rund ein Viertel des Exportvolumens machen auch digitale Produkte und Dienstleistungen aus - damit ist das Land so mancher Industrienation voraus. In Sachen erneuerbare Energien ist Costa Rica vorbildlich: Fast der komplette Energiebedarf des Landes wird durch Wasserkraft, Geothermie und Windenergie gedeckt. Und auch in gesellschaftlicher Hinsicht ist das Land ein Vorreiter: Schon seit 1949 gibt es kein Militär mehr. Die erheblichen Einsparungen, die sich dadurch im Staatshaushalt ergeben, kommen beispielsweise der Bildung und der medizinischen Versorgung zugute.

Rekordverdächtiger Nationalpark-Anteil

Sage und schreibe 27% der Landesfläche von Costa Rica stehen unter Naturschutz. Das war nicht immer so, denn in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte die Holzwirtschaft große Teile der Regenwälder des Landes vernichtet. Zum Glück griff die Regierung rechtzeitig ein und erreichte so, dass heute wieder mehr als die Hälfte des Landes von Wald bedeckt ist. Ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist der Öko-Tourismus, der für die Wirtschaft des Landes von enormer Bedeutung ist. Auf diese Weise ist es Costa Rica gelungen, eine große Artenvielfalt zu erhalten und konsequent zu schützen. Die verschiedenen Nationalparks weisen dabei alle ihre eigenen Besonderheiten auf. Vom Bergregenwald bis zu den Küstenregionen gibt es zahlreiche Klimazonen, die jeweils verschiedene Tier- und Pflanzenarten beherbergen. Ohne weit herumreisen zu müssen, kann deshalb innerhalb der Landesgrenzen die Natur Mittelamerikas in all ihren Facetten erlebt werden.

(vo)