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Köln: Studie: Busreisen werden beliebter

Köln : Studie: Busreisen werden beliebter

Urlaubsreisen mit dem Bus erfreuen sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Die Zahl der Ferienreisen per Bus mit einer Dauer von mindestens fünf Tagen sei im vergangenen Jahr um fast fünf Prozent auf 5,6 Millionen gestiegen, erläuterte der Präsident der Internationalen Bustouristik Verbandes (RDA), Richard Eberhardt, am Mittwoch in Köln.

Damit habe die Bustouristik einen Anteil von 8 Prozent am Gesamtreisevolumen.

Beliebteste Reiseziele der Bustouristen in Deutschland sind Bayern und - mit stark steigender Tendenz - Mecklenburg-Vorpommern. Bei Auslandsreisen rangieren Italien und Österreich ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Bustouristen seien im Durchschnitt 58 Jahre alt und gäben für den Urlaub im Mittel 718 Euro pro Person aus, so Eberhardt.

Zusätzliche Impulse erwartet die Branche vom Boom der Fernlinienbusse. Auf diesem neuen Markt seien zweistellige Wachstumszahlen zu verzeichnen, sagte der RDA-Präsident. Das Busnetz umfasse mittlerweile über 250 Linien. Etwa zwei Drittel der Fernbusnutzer seien zwischen 18 und 29 Jahre alt, darunter viele Schüler und Studenten. Allerdings gebe es noch Defizite in der Infrastruktur. „In vielen Städten fehlt es an Busbahnhöfen und Haltestellen“, kritisierte Eberhardt.

Nach einer aktuellen Studie des Branchenverbandes erwartet mehr als die Hälfte von 750 befragten Busreiseveranstaltern für die Zukunft den größten Zuwachs im Fernlinienbusverkehr. Doch auch im etablierten Reisemarkt rechne mehr als ein Drittel von ihnen mit Wachstum.

Deshalb warnte der Verband bereits vor drohenden Personalengpässen. Um gegenzusteuern, will die Branche künftig verstärkt Frauen für den Beruf des Bus-Chauffeurs gewinnen. Bislang wird nicht einmal jeder zehnte Reisebus von einer Frau gesteuert.

(dpa)