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Berlin: Reiseportal im Netz darf nicht irreführend zu Versicherungen raten

Berlin : Reiseportal im Netz darf nicht irreführend zu Versicherungen raten

Ein Reisevermittler im Internet darf nicht mit irreführenden Warnungen zum Kauf von kostenpflichtigen Versicherungen drängen. Das Landgericht Berlin erachtete mehrere Aussagen auf dem Portal Fluege.de als nicht zulässig (Az.: 05 O 911/15): So erschien die Warnung „Achtung - nicht empfehlenswert”, wenn Nutzer keine Umbuchungsoption und keine Reiseversicherung hinzubuchten.

Außerdem erklärte das Portal, Stornierungen könnten mit Kosten von bis zu 100 Prozent des Ticketpreises verbunden sein. Das ist falsch, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) erklärt, der in dem Fall geklagt hatte. Reisende bekommen nämlich zumindest die Kosten für Steuern und Gebühren zurück. Zur Reiseversicherung hieß es auf der Seite: „Volles Risiko ohne Reiseschutz!” Das ist ebenfalls nicht korrekt. Denn zum Beispiel für einen Rücktransport bei Krankheit zahlt auf innerdeutschen Flügen ohnehin die gesetzliche Krankenversicherung.

Fluege.de verlangte für die Zahlung mit einer Visa-Karte zudem eine Gebühr von sieben Euro. Zu viel, entschied das Gericht. Der Betrag übersteige die Kosten, die dem Kreditkartenunternehmen anfielen.

(dpa)