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Frankfurt/Main: Reisebranche zwischen Krisen und Boom

Frankfurt/Main : Reisebranche zwischen Krisen und Boom

Reisen stehen nach Untersuchungen der GfK-Konsumforscher ganz oben auf der Ausgabenliste der Bundesbürger. Was stützt die Branche, was belastet sie? Einige Beispiele:

BESCHÄFTIGUNG: „Ist die Beschäftigung hoch, dann ist auch die Urlaubslust groß”, sagt GfK-Experte Roland Gassner. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet 2015 in Deutschland mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit.

INFLATION: Ist die Preissteigerung vergleichsweise gering, können die Bürger mehr ausgeben, auch für Reisen. Derzeit ist die Inflation hierzulande auf einem Fünfjahres-Tief.

SPITPREISE: Sinkende Spritpreise können den Tourismus im eigenen Land ankurbeln. Wegen günstiger Ölpreise ist Kraftstoff bereits jetzt so billig wie seit Jahren nicht.

WIRTSCHAFTSKRISEN: Während des weltweiten Konjunktureinbruchs nach der Lehman-Pleite sank der Umsatz der deutschen Reiseveranstalter um rund drei Prozent auf 20,8 Milliarden Euro. Am härtesten traf es den Geschäftsreisemarkt: Geschäftsreisebüros verzeichneten 2009 ein Umsatzminus von 25 Prozent.

POLITISCHE KRISEN: Der Tourismus in Ägypten brach im Jahr des arabischen Frühlings 2011 ein und erholt sich nur zögerlich. Nach Angaben von Reiseveranstaltern zieht vor allem das Geschäft mit Badeurlauben am Roten Meer wieder an. Das Vor-Revolutionsniveau ist aber lange noch nicht erreicht.

TERRORANSCHLÄGE: Die Anschläge vom 11. September 2001 trafen die Branche hart. Umsatzeinbrüche und teils tiefrote Zahlen waren die Folge.

(dpa)