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Frankfurt/Main: Reisebranche zwischen Boom und Terrorsorgen

Frankfurt/Main : Reisebranche zwischen Boom und Terrorsorgen

Die deutsche Tourismusindustrie profitiert von der ungebrochenen Reiselust der Bundesbürger. Die Veranstalter machten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 nach ersten Berechnungen des Deutschen Reiseverbandes (DRV) drei bis vier Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Was treibt die Branche an? Was sind Risiken?

- NIEDRIGE INFLATION: Dank Mini-Inflation und gestiegener Löhne und Gehälter dürften viele Beschäftigte in Deutschland mehr im Geldbeutel haben. Sie können sich mehr leisten, auch beim Urlaub.

- STABILE KONJUNKTUR: Die Konjunktur in Deutschland läuft rund, die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Das treibt auch das Geschäft mit den schönsten Wochen des Jahres an.

- STREIKS: Streiks bei Bahn und Lufthansa wirbelten in diesem Jahr manche Reisepläne durcheinander. Bei der Lufthansa sind die Konflikte mit Piloten und Kabinenpersonal nach wie vor nicht gelöst. Das trifft zwar die Fluggesellschaft, mindert aber nicht die Reiselust.

- TERRORANSCHLÄGE: Anschläge von Islamisten haben beliebte Urlaubsziele erschüttert. In Tunesien brachen die Buchungen nach dem Anschlag von Sousse im Sommer ein. Nach der Terrorserie von Paris im November sank nach Branchenangaben zeitweise die Nachfrage nach Trips in die französische Metropole. Dass die Bundesbürger grundsätzlich aufs Reisen verzichten, erwartet die Branche aber nicht. „Es wird aber Verlagerungen bei der Wahl der Reiseziele geben”, sagte der DRV-Präsident Norbert Fiebig nach den Attentaten von Paris.

(dpa)