Österreich: die schönsten Geheimtipps unserer Nachbarn

Mehr als Mozart : Österreich: die schönsten Geheimtipps unserer Nachbarn

Beim Stichwort Österreich fallen dem Zuhörer spontan meist folgende Sachen ein: die Alpen, die Skiurlauber jeden Winter wieder bevölkern; die Sachertorte, die in Wien angeblich am besten schmeckt; und Mozart, dem wohl bekanntesten Kulturexport des Landes. Alles schön und gut - nur leider auch ein wenig klischeehaft.

Besucher müssen wahrlich keinen Reiseführer in die Hand nehmen, um diese Dinge über unsere Nachbarn zu erfahren. Dabei gibt es in dem kleinen Land am Fuße der Alpen noch so viel mehr zu entdecken. Dieser Artikel deckt ein paar Schätze auf, über die Touristen nicht ganz so leicht stolpern - und die dennoch einen Besuch mehr als wert sind.

Geheimtipp #1: St. Wolfgangsee

Einen Rat gleich vorweg: Am besten erkundet Österreich sich nicht etwa vom Hotel aus. Wer wirklich Tür an Tür mit den Einheimischen hausen will, mietet sich eine Ferienwohnung. Die bieten Seiten wie Interhome Österreich an den vielfältigsten Orten an. Und auch ein Städtchen wie St. Wolfgangsee erlebt sich viel besser, wenn nicht Abend für Abend in ein unpersönliches Hotelzimmer zurückgekehrt werden muss. Seine Lage am namensgebenden Wolfgangsee ist einfach bezaubernd - morgens glitzern die Strahlen der Sonne auf dem Wasser, nachts spiegelt sich darin der Mond. Gasthöfe und Cafés finden sich in österreichischen Traditionshäusern und in zahlreichen Spa-Etablissements können die Besucher es sich so richtig gut gehen lassen.

Geheimtipp #2: Großwalsertal

Wer einen steilen Anstieg nicht scheut, der sollte sich das Großwalsertal auf keinen Fall entgehen lassen. Noch dazu ist der Tourismus hier absolut nachhaltig. Naturbegeisterte wandern durch verwunschene Wälder oder über grüne Wiesen mit grasenden Kühen - kurzum: Hier findet sich Alpenidylle pur. Mit etwas Glück entdecken Wanderer sogar ein Edelweiß am Wegesrand. Mittags laden urige Gaststätten in beschaulichen Bergdörfern zum Einkehren ein.

Geheimtipp #3: Kaisertal

Um Touristenmassen hinter sich zu lassen, gehen Abenteurer am besten dorthin, wo niemand mit dem Auto anreisen kann. Denn das ist der Mehrheit der Besucher schlicht und einfach zu anstrengend. Deshalb ist das Kaisertal auch noch eines der am besten gehüteten Geheimnisse der österreichischen Natur. Die Anreise mit dem Auto ist hier verboten - stattdessen müssen motorbetriebene Fortbewegungsmittel im angrenzenden Kufstein geparkt werden. Ab dann ist Fußmarsch - oder alternativ Radfahren - angesagt. Die Mühen lohnen sich jedoch. Bereits vor zwei Jahren kürten die Österreicher höchst selbst dieses Tal zum schönsten Fleckchen im Lande. Wer bis hierher vordringt, findet sich inmitten unberührter Wälder und romantischer Wanderwege wieder.

Geheimtipp #4: Eisriesenwelt

Auch unter der Erde gibt es in Österreich eine Menge zu sehen. Beispielsweise die Eisriesenwelt, ein Eishöhlensystem mit beeindruckenden Dimensionen, das in Größe und Fläche von keiner Eishöhle der Welt übertroffen wird. Der Besuch ist nur per geführter Tour gestattet, doch das ist auch gut so - zu groß wäre sonst die Gefahr, sich in den unendlichen Windungen der Gänge zu verlieren. Besonders Kinder sind fasziniert von den außergewöhnlichen Formationen, die das Quellwasser bildet, wenn es in der Kälte des Berges zu Eis erstarrt.

Natürlich gibt es noch weitaus mehr zu entdecken in Österreich - doch diese Tipps sind ein Anfang, mit denen Reisende einen Eindruck des traditionellen Österreichs sowie seiner über- und unterirdischen Naturschönheit bekommen.

(vo)
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