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Mietwagen für den Urlaub am besten in Deutschland buchen

Mietwagen für den Urlaub am besten in Deutschland buchen

Urlauber, die mittels Mietwagen an ihrem Feriendomizil mobil sein möchten, sollten das Fahrzeug vor Reiseantritt in Deutschland buchen. „Nur so bleibt ausreichend Zeit, Preise und Leistungen in Ruhe zu vergleichen, außerdem sind alle Vertragsbestandteile in deutscher Sprache vorhanden“, empfiehlt Katrin Müllenbach-Schlimme vom ADAC in München.

Bei Problemen am Urlaubsort stehe dem Touristen dann außerdem ein Ansprechpartner in Deutschland zur Seite. Am Urlaubsort selbst sollte die Anmietung immer schriftlich erfolgen und der Vertrag neben der Landessprache wenigstens in Englisch abgefasst sein, rät die ADAC-Mitarbeiterin. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sollten genau gelesen werden. Im Vertrag und auf dem Voucher sollten alle Informationen - etwa zum Thema Zweitfahrer oder Kilometerbegrenzung - aufgeführt sein. Eine Kilometerbegrenzung ist heute nicht mehr Standard.

„Für den Zweitfahrer Kosten zu berechnen, ist jedoch üblich“, schildert Katrin Müllenbach-Schlimme ihre Erfahrungen: „Der Preis korreliert mit dem Alter des Fahrers. Je jünger, desto teurer.“ Manche Vermieter forderten ein Mindestalter zwischen 21 und 25 Jahren. Wichtig sei auch ein klar ausgewiesener Gesamtpreis, damit der Mieter nicht von versteckten Kosten überrascht werde. Die Haftpflichtversicherung sollte mindestens eine Million Euro betragen, sagt die Fachfrau: „Ohne Vollkaskoschutz - am besten ohne Selbstbeteiligung - loszufahren, ist nicht ratsam.“ Oft seien allerdings Schäden an Reifen, Felgen, Unterboden oder durch Steinschlag ausgenommen.

Eine Zusatzversicherung Glas/Boden ist ratsam, wenn Touren außerhalb befestigter Straßen unternommen werden und dies auch vom Vermieter genehmigt wird. Eine Diebstahlversicherung sollte zusätzlich abgeschlossen werden, wenn sie nicht in der Vollkasko enthalten ist. Beim Anmieten sind der gültige nationale, in einzelnen Ländern auch der internationale Führerschein sowie eine Kreditkarte vorzulegen. Teuer kann es werden, wenn Zubehör mitbestellt wird, etwa Navigationsgerät, Kindersitz oder Automatik-Schaltung. Wichtig ist auch die Frage, ob das Fahrzeug mit vollem Tank zurückgegeben werden soll. Bei den international tätigen Vermietern wird derzeit ein Fahrzeug meist mit „full-to-full“-Betankung vermietet. Der Mieter muss also nachtanken. Vermieter stellen erfahrungsgemäß hohe Kosten in Rechnung, wenn sie den Wagen selbst auftanken.

„Grundsätzlich sollte kein Fahrzeug akzeptiert werden, das nicht vertrauenswürdig erscheint oder offensichtliche Mängel hat“ , legt die Fachfrau Mietern ans Herz. Ein Rundgang um das Auto im Beisein eines Mitarbeiters der Vermietstation ist empfehlenswert. Dabei sollten schriftlich Schäden am Lack festgehalten und Licht, Blinker, Scheibenwischer sowie Reifen geprüft werden. Zudem müssen funktionstüchtige Gurte vorhanden sein. Können die Mängel nicht behoben werden, sollte man das Fahrzeug ablehnen und ein intaktes Alternativfahrzeug verlangen. Nach der Tour sollte sich der Mieter immer umgehend die Rechnung zur Prüfung schicken lassen. Katrin Müllenbach-Schlimme. „Meist ist der Vermieter über die Kreditkartenbuchung autorisiert, zusätzliche Belastungen abzubuchen, etwa Gebühren fürs Falschparken oder Tempoverstöße. Das können Gründe für eine unerwartet höhere Abbuchung sein.“

(amv)