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Den Haag: Gefährliche Strömungen an Nordseeküste in Zeeland

Den Haag : Gefährliche Strömungen an Nordseeküste in Zeeland

Die niederländischen Küsten- und Rettungsbrigaden haben für Teile der Nordseeküste eine Schwimm-Warnung wegen sehr gefährlicher Strömungsverhältnisse abgegeben. Sie betrifft vor allem die Strände in der beliebten südniederländischen Ferienprovinz Zeeland aber auch den des von vielen Touristen aus dem In- und Ausland besuchten Seebades Scheveningen bei Den Haag.

Kinder und nicht erfahrene Schwimmer sollten die Wellen der Nordsee derzeit unbedingt meiden, heißt es in der Mitteilung der Rettungsbrigaden. Die Strömungsverhältnisse seien derzeit sehr tückisch und sehr gefährlich, wegen des anhaltenden Westwindes.

„Der zieht Badende ins offene Meer hinaus”, sagt ein Sprecher der Haager Rettungsbrigade HVRB. „Gegen die tückischen Strömungen, die derzeit auftreten, so lange der Westwind anhält, und die vor allem neben den steinernen Wellenbrechern am häufigsten zu finden sind, haben auch erfahrene Schwimmer kaum eine Chance.”

In den vergangenen beiden warmen Sommertagen mussten die niederländischen Rettungsbrigaden zigmal ausrücken, um schwimmende Badegäste aus der Nordsee zu retten. In 34 Fällen verliefen die Rettungsaktionen erfolgreich. In einem Fall kamen sie leider zu spät.

Der ereignete sich im seeländischen Badeort Vrouwenpolder. Für ein zwölfjähriges aus Deutschland stammendes Mädchen kam dort jede Hilfe zu spät. Das Mädchen spielte mit ihrem jüngeren Bruder am Stand mit einem aufblasbaren Plastik-Delphin. Als der durch den Wind in die Nordsee getrieben wurde, gingen die Geschwister ins Wasser, um den Spiel-Delphin zurückzuholen.

Durch die tückischen Strömungen wurden sie aber immer weiter in die offene See hinaus gezogen. Dem Vater der beiden gelang es noch, seinen Sohn zu retten und ihn sicher an Land zu bringen. Aber auch er kam bei der Rettungsaktion in große Probleme und wäre fast ertrunken. Er konnte zusammen mit seinem Sohn nur von den professionellen Rettungsschwimmern an Land gebracht werden.

Als diese dann das zwölfjährige Mädchen endlich aus der Nordsee holen konnten, kam für sie jede Hilfe und die Reanimation am Strand zu spät. Das Mädchen war tot.