Eventreisen sind unerschwinglich? Von wegen!

Auch etwas für Sparfüchse : Eventreisen müssen nicht teuer sein

Beim Stichwort Eventreise wenden sich die meisten Sparfüchse oder jene mit magerem Budget für Kunst, Kultur und Freizeit wieder ab. Als "viel zu teuer" tun sie allein schon die Idee ab, eine Eventreise zu unternehmen oder gar an einem Event teilzunehmen.

Dabei verwehren sie sich selbst die Möglichkeit, Musik, Kunst und Kultur zu erleben, denn viele Events sind kostenfrei.

In diesen Städten winken kostenfreie Events

Wer in die Hauptstadt Deutschlands, nach Berlin, reist, kann sein Budget gut und gerne für Anreise und Unterkunft verplanen, denn der Karneval der Kulturen, der vom 7. bis zum 10. Juni in Kreuzberg stattfindet, ist ebenso kostenfrei wie die Fete de la Musique am 21. Juni.

Auch in Dortmund stehen die Zeichen auf Festival: Der Hammer Summer wird am 22. Juni eingeläutet, das Sommerfest der TU Dortmund findet am 4. Juli statt und das Micro!Festival Dortmund dauert vom 23. bis zum 25. August. Nach Dresden lockt bereits am 14. Juni die Lange Nacht der Wissenschaften, die bereits zum 17. Mal stattfindet. Die Bunte Republik Neustadt schließt sich an.

In Düsseldorf gibt es eine musikalische Besonderheit, die "stadtklang" heißt und das ganze Jahr Musiker auf die Bühne zaubert, denen ohne Eintritt zu bezahlen, gelauscht werden kann. Wer vor allem mit Blick auf das Essen experimentierfreudig ist, der kann sich jeden Donnerstag zum Street Food Thursday einfinden. Das Pow Wow You Festival findet hingegen nur am 29. Juni statt.

In Frankfurt gibt es vor allem Festivals, die über einen längeren Zeitraum hinweg stattfinden: Das STOFFEL-Festival präsentiert sich vom 20. Juni bis zum 13. Juli mit Parkatmosphäre. Die Sommerwerft findet vom 19. Juli bis zum 4. August am Mainufer statt. In Hamburg gibt es alljährliche Klassiker wie das Kulturflut Open Air, das am 16. und 17. August bereits zum fünften Mal stattfindet. Das Wutzrock Festival, das vom 9. bis zum 11. August stattfindet, gibt es bereits zum 41. Mal. Ein Highlight, das im Jahr 2019 ganz besonders zelebriert wird, ist der 830. Geburtstag, den der Hamburger Hafen feiert. Dieses kostenfreie Event findet vom 10. bis 12. Mai statt.

Nur wenige wissen, dass es Festivals auch mit ganz unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten gibt - und zwar für null Euro Eintritt. Foto: Pixabay.com / bbolender (CC0 Public Domain)

Auch in Köln, Leipzig, München, Stuttgart, Bochum, Nürnberg, Essen und Hannover gibt es kostenfreie Events, wie dieser Event-Guide zeigt, für die - wenn eine Anreise samt Übernachtung geplant ist - nur Kosten für Kost und Logis anfallen.

Festival-Besuch mit kargem Budget. So geht’s!

Wer ein cooles Festival gefunden hat, das noch dazu ohne Eintritt auskommt, der hat sich damit bereits Geld gespart. Je nachdem wie weit das Festival entfernt ist, geht es nun darum, die Anfahrt und ggf. die Unterkunft so günstig wie möglich zu gestalten.

Diese Anfahrts-Optionen sind denkbar

Wer eins hat, kann selbst mit dem Auto anreisen. Das birgt den Vorteil, dass das Gepäck einfach eingeladen werden kann - ohne sonderlich auf das Gewicht des Hab und Guts achten zu müssen. Wer kein eigenes Auto hat, kann auch im Auto von Freunden mitfahren. Dann fällt in den meisten Fällen lediglich ein kleiner Zuschuss zu den Spritkosten an sowie ggf. Mautgebühren und andere Fahrtkosten.

Die Alternative bilden Bus und Bahn. Vor allem günstige Busunternehmen machen der Bahn aktuell Konkurrenz. Sie legen für geringe Kosten weite Strecken zurück. Auch mit Blick auf die Zielorte ist zwischen Bus und Bahn nur wenig um. Wer hingegen in der Gruppe verreist, könnte von günstigeren Gruppenpreisen bei der Bahn profitieren.

Diese Unterkünfte belasten das Portemonnaie nicht über die Maßen

Ein "Gruppen-Bekommen’s-Günstiger"-Modell halten auch manche Hostels und Jugendherbergen vor, allerdings könnten diese zur Festival-Zeit recht schnell ausgebucht sein. Wer also weiß, wohin er zum Feiern reisen möchte, sollte vorsichtshalber vorher einen Schlafplatz reservieren. Jugendherbergen und Hostels sind deswegen eine gute Wahl, weil sie einrichtungstechnisch meist gut auf junge Festival-Besucher eingestellt sind. Das heißt: Es gibt eine Kochgelegenheit sowie die Möglichkeit, mitgebrachte Lebensmittel und Speisen vor Ort zu kühlen.

Das Einkaufen zuhause spart noch einmal Geld, denn es ist günstiger als essen zu gehen und günstiger als vor Ort beim Festival etwas zum Essen zu kaufen. Es sollte jedoch beachtet werden, dass auf vielen Festivals keine Verpflegung mitgebracht werden darf, da es sich hierbei um deren einzige Finanzierungsmöglichkeit handelt. Das heißt, es ist wichtig schon vor dem Besuch des Festivals im Hostel zu kochen oder ihr könnt euch doch beim Festival etwas an einem der Essensstände gönnen.

Auch Campingplätze verfügen in aller Regel über eine Koch- oder Grillgelegenheit. Wenn nicht, ist der Gaskocher schnell miteingepackt. Camping ist günstig und in weiten Teilen auch die typischste Unterkunft, wenn der Besuch eines Festivals ansteht. Bei einigen Festivals gibt es direkt angeschlossene Camping-Areale. So wird ortsnah gefeiert, gekocht, gegessen und geschlafen.

Ein Wohnmobil wäre zwar noch komfortabler, doch passt zum Festival eigentlich vor allem ein Zelt mit Isomatte, Luftmatratze und Schlafsack.

(vo)
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