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Wien: EU-Heimtierausweis in vielen Ländern ausreichend

Wien : EU-Heimtierausweis in vielen Ländern ausreichend

Auto-Urlauber, die ihren Hund oder ihre Katze mitnehmen wollen, haben es inzwischen leichter. Für die Einreise der Tiere nach Großbritannien, Irland und Schweden ist kein Bluttest auf Tollwut-Antikörper mehr notwendig.

„Es genügt das Standard-Reisedokument für Haustiere in der Europäischen Union - der EU-Heimtierausweis. Eine Bandwurm-Behandlung ist in Großbritannien, Irland und Malta aber weiterhin verpflichtend vorgeschrieben”, sagt der Touristik-Fachmann des österreichischen Autoclubs ÖAMTC, Jan Stirnweis.

Im EU-Heimtierausweis ist vermerkt, dass das Tier gegen Tollwut geimpft und mit einem Mikrochip gekennzeichnet ist. Der Chip erleichtert die Identifizierung von entlaufenen oder zurückgelassenen Tieren. Die entsprechenden Einreisebestimmungen waren zum Jahreswechsel gültig geworden.

In Europa müssen damit nur noch für Reisen in die Nicht-EU-Staaten Mazedonien, Montenegro, Serbien, Türkei und Ukraine Tollwut-Antikörper-Bluttests durchgeführt werden. „Ohne gültigen Test kann es zu Problemen bei der Rückreise kommen”, warnt der ÖAMTC-Experte in Wien.

In Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Russland und Serbien muss außerdem ein veterinärmedizinisches Gesundheitszeugnis vorgelegt werden. Diese Bestimmungen gelten auch dann, wenn man nur auf der Durchreise durch diese Länder ist.

Schweden verzichtet seit Jahresbeginn neben dem Bluttest auch auf die Bandwurm-Behandlung bei Hunden. „Die skandinavischen Nachbarn Finnland und Norwegen sowie die Länder Großbritannien, Irland und Malta verlangen diese Behandlung aber nach wie vor”, sagt der ÖAMTC-Experte. Sie müsse bis fünf Tage vor der Einreise durchgeführt werden.