Rio de Janeiro: Christusstatue in Rio nach Erdrutschen gesperrt

Rio de Janeiro: Christusstatue in Rio nach Erdrutschen gesperrt

Die heftigen Regenfälle der vergangenen Tage haben auch vor der Christus-Erlöserstatue in Rio de Janeiro nicht Halt gemacht. Mehrere Erdrutsche haben die Zugänge zur weltberühmten Statue auf dem Zuckerhut versperrt, berichten brasilianische Medien.

Touristen hätten derzeit keinen Zugang; erst am Samstag soll der Besucherverkehr wieder freigegeben werden. Sowohl die Straßenzugänge als auch die Schienen der Bergbahn, die auf den Corcovadoberg führen, wurden verschüttet. Zudem versperren umgestürzte Bäume die Zugänge. Die Bergbahn wird voraussichtlich für bis zu 10 Tage gesperrt sein. Die Betreibergesellschaft klagt über hohe finanzielle Verluste.

Die heftigen Regenfälle hatten in Rio de Janeiro zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Bisher wurden 246 Leichen geborgen, mehr als 100 Menschen werden noch vermisst. Im gesamten Bundesland Rio de Janeiro sind etwa 12.000 Menschen obdachlos geworden.

Die 38 Meter hohe Christusstatue mit den ausgebreiteten Armen ist wohl die größte Art-Deco-Skulptur der Welt. Die 1145 Tonnen schwere Figur wurde 1931 nach fünfjähriger Bauzeit eingeweiht. Mittlerweile ist sie eines der bekanntesten Bauwerke der Welt.

Mehr als eine Million Touristen fahren jedes Jahr auf den 710 Meter hohen Corcovadoberg. Im Juli 2007 wurde die Christusstatue zu einem der „Sieben neuen Weltwunder” gewählt.

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