Düsseldorf: Bargeld, EC-Karte oder Traveller Schecks?

Düsseldorf: Bargeld, EC-Karte oder Traveller Schecks?

Ägypten, Dänemark oder die USA: Egal wohin der Urlaub geht, ohne Geld kommt niemand weit.

Vor der Abreise sollte sich daher jeder Gedanken über seine Reisekasse machen. „Das Beste ist, sich nicht nur auf ein Zahlungsmittel zu verlassen”, sagte Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf im Gespräch mit dem dpa-Themendienst.

Ganz ohne Scheine oder Münzen im Portemonnaie sollte niemand in den Urlaub starten. „Etwa ein Drittel der Reisekasse sollte als Bargeld mitgenommen werden”, rät Oelmann. Damit könne die Taxifahrt zum Hotel oder das erste Abendessen bezahlt werden. Wer außerhalb Europas unterwegs sei, sollte bereits zu Hause Geld umtauschen. „Möglicherweise reicht es, wenn man Dollar mitnimmt”, sagte die Verbraucherschützerin. Diese Währung werde in vielen Ländern akzeptiert. Auch sollte man sich erkundigen, ob die Devisenzufuhr beschränkt ist.

Neben dem Bargeld sollten Reisende auch ihre Bankkundenkarte, die frühere EC-Karte, und eine Kreditkarte im Gepäck haben. Die Kundenkarten können Kunden laut Bankenverband weltweit an etwa 9 Millionen Stellen einsetzen, Kreditkarten können weltweit sogar an etwa 30 Millionen Stellen benutzt werden.

Allerdings sollten Reisende sich nicht nur auf die Karten verlassen, sagt Oelmann. Denn wer viel im Ausland abhebe, riskiere, dass ihm die Karte gesperrt werde. Solche Maßnahmen dienten zwar der Sicherheit - „aber es kann ja nicht sein, dass wir uns vor jedem Urlaub bei der Bank abmelden müssen”. Kunden sollten sich daher bei ihrer Bank über die Nutzungsmöglichkeiten im Ausland informieren. Bei Kreditkarten sollte zudem der Verfügungsrahmen erfragt werden.

Um sich vor einem größeren Schaden zu schützen, sollten Reisende immer die Telefonnummern notieren, unter denen die Kredit- oder Kundenkarten bei Verlust oder Diebstahl gesperrt werden. „Die Nummern sollten am besten getrennt von der Karte aufbewahrt werden.”

Wer in ein Land mit wenigen Geldautomaten reise, sollte zusätzlich Reiseschecks mitnehmen, empfiehlt die Verbraucherschützerin. Diese seien recht sicher, weil sich jeder beim Einlösen ausweisen müsse. Zudem seien sie gegen Verlust versichert. Allerdings gibt es diese Sicherheit nicht umsonst, denn sowohl beim Kauf als auch beim Einlösen können Gebühren anfallen.

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