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Brandenburg: Auch auf der Skipiste gilt: Wer auffährt, hat Schuld

Brandenburg : Auch auf der Skipiste gilt: Wer auffährt, hat Schuld

Auf der Piste hat der vorausfahrende Ski- oder Snowboardfahrer stets Vorrang. Das berichtet die in Köln erscheinende „Monatsschrift für Deutsches Recht” (Ausgabe 19/2006) unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Brandenburg.

Daher müsse der von oben kommende Fahrer „in vorausschauender Weise mit allen Bewegungen des Vordermannes rechnen” und einen entsprechenden Sicherheitsabstand einhalten (Az.: 6 U 64/05).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Schadensersatzklage eines Skifahrers ab. Der Kläger war mit einem Snowboardfahrer kollidiert. Er machte geltend, dieser sei rücksichtslos gefahren. Nach Zeugenaussagen hatte der Kläger jedoch den Snowboardfahrer überholt. Das OLG ging daher von einer Verletzung seiner Sorgfaltspflichten aus.

Die Richter betonten, die konkreten Verhaltens- und Sorgfaltsanforderungen beim Skifahren richteten sich nach den Regeln des internationalen Skiverbandes. Diese seien Gewohnheitsrecht geworden. Diese Regeln habe der Kläger offenbar verletzt, so dass er keine Ansprüche geltend machen könne.