Bottighofen: Arabien-Krisen verbilligen Urlaub in Ägypten und Tunesien

Bottighofen: Arabien-Krisen verbilligen Urlaub in Ägypten und Tunesien

Die Krisen im arabischen Raum haben Tunesien und Ägypten zu einem günstigen Reiseziel werden lassen. Urlauber mussten im März 15,7 Prozent weniger für Ferien in Tunesien bezahlen als im Vorjahresmonat, Ferien in Ägypten kosteten 6,6 Prozent weniger als 2010.

Das zeigt das am Mittwoch veröffentlichte aktuelle Urlaubspreis-Barometer des Reiseportals HolidayCheck.de. Die Nachfrage blieb in beiden Ländern aber trotz der günstigen Angebote aus: In Tunesien erreichten die Buchungen nur 44 Prozent des sonst üblichen Niveaus, in Ägypten lag das Buchungsaufkommen bei 86 Prozent des Vorjahresmonats.

Der Sturm auf die Kanaren hat sich den Angaben nach im März wieder gelegt. Waren die Preise im Februar auf Jahressicht durchschnittlich noch bis zu 16 Prozent gestiegen, kosteten Ferien einen Monat später nur 8,1 Prozent mehr. Für Teneriffa mussten Reisende 1,9 Prozent, für Gran Canaria 2,9 Prozent mehr zahlen. Urlaub auf Fuerteventura kostete im März 5,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Auffallend stark stiegen die Preise den Angaben nach für Griechenland. Pauschalreisen verteuerten sich insgesamt um 10,3 Prozent, bei Kreta um 16,8 Prozent. Die Preise für die beliebten Mittelmeer-Ziele Türkei und Mallorca verharrten auf hohem Niveau.

Türkei-Reisen legten um 10,8 Prozent zu, Mallorca-Reisen um 10,7 Prozent. Fernziele wie die Dominikanische Republik und Thailand kosteten 15,4 Prozent und 24,9 Prozent mehr. Neben der höheren Nachfrage durch Umbucher mache sich die bei Langstreckenreisen höhere Flugverkehrssteuer von 45 Euro bemerkbar, hieß es.

Der monatlich veröffentlichte Preisindex basiert auf den Daten von über 20.000 tatsächlich gebuchten Reisen.