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Köln: Vorschaden zunächst verschwiegen: Versicherung muss dennoch zahlen

Köln : Vorschaden zunächst verschwiegen: Versicherung muss dennoch zahlen

Wer zunächst verschwiegene Angaben zu einem Vorschaden gegenüber der Versicherung selbst korrigiert, kann mit einer Regulierung rechnen. Das zumindest ergibt sich aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Köln (Az.: 9 U 4/16), über das die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) berichtet.

Im verhandelten Fall hatte ein Autofahrer einen Wildunfall. Den wollte er über die Kaskoversicherung abwickeln. Zwar gab er auf dem Fragebogen mehrere bereits reparierte Schäden an, aber keine nicht reparierten. Nach den Vorschäden erkundigte sich die Versicherung, bekam aber keine Antwort.

Erst später, aber noch vor der Schadensregulierung, schickte ihr der Mann ein Gutachten eines Sachverständigen. Das wies auch einen nicht reparierten Vorschaden aus. Die Versicherung wollte wegen der Falschangaben nicht zahlen. Das Landgericht gab ihr zunächst Recht.

Doch das Oberlandesgericht entschied zugunsten des Autofahrers. Zwar seien seine Angaben zunächst falsch gewesen. Doch er habe sie selbstständig und vor der Schadensregulierung berichtigt, was auch durch ein Gutachten passieren könne.

(dpa)