Coburg/Berlin: Vater darf nicht einfach Geld von Tocher abheben

Coburg/Berlin: Vater darf nicht einfach Geld von Tocher abheben

Vom Sparbuch darf nicht der abheben, der es in Händen hält. In einem Fall, den das Landgericht Coburg zu entscheiden hatte, verwahrte ein Vater für seine Tochter das Sparbuch - diese wusste davon.

Geldgeschenke aus mehreren Jahren wurden darauf gespart, erläutert der Deutsche Anwaltverein in Berlin. Der Vater hob 1600 Euro von dem Konto ab und sagte, er habe den Betrag für Anschaffungen für die Tochter an die Mutter ausbezahlt - die bestätigte das aber nicht. Den Betrag musste er an die mittlerweile volljährige Tochter, die gegen ihn geklagt hatte, zurückgeben (Az.: 33 S 9/10).

Er sei nicht befugt gewesen, das Geld abzuheben. Denn es handle sich nachweislich um das Geld der Tochter aus Konfirmations-, Weihnachts- und Geburtstagsgeschenken, das auf dem Konto lag.

Anders könne der Fall bei der Verfügung über ein Konto laut den Richtern zum Beispiel nur dann liegen, wenn Enkel gar nichts von ihrem Konto wissen und Großeltern oder Eltern es für sie verwalten.

Mehr von Aachener Zeitung