München: Unfall während Arbeitspause nicht immer versichert

München: Unfall während Arbeitspause nicht immer versichert

Zwar haftet die gesetzliche Unfallversicherung auch für Unfälle, die während einer Arbeitspause passieren. Das gilt aber nur dann, wenn sich Arbeitnehmer während der Pause in einem Bereich aufhalten, der in einem Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit steht.

Das Bayerische Landessozialgericht entschied nun im Fall eines angestellten Busfahrers, dass der Besuch eines Fußballspiels während der Pause zur „privaten Sphäre” gehöre. Daher musste die Berufsgenossenschaft nicht für die Folgen des Unfalls aufkommen, den der Busfahrer beim Verlassen des Stadions erlitten hatte (Urteil vom 25. Oktober 2011, AZ: L 3 U 52/11).

Busfahrer stünden in ihrer Pause zwischen zwei Fahrten nicht automatisch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, stellten die Richter klar. Habe der Busfahrer wie im entschiedenen Fall den versicherten Umkreis um seinen Bus verlassen und die Pause als Freizeit privat gestaltet, liege kein Arbeitsunfall vor.

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