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Bremen: Unfall auf dem Tennisplatz: Schadenersatzanspruch gegen Trainer

Bremen : Unfall auf dem Tennisplatz: Schadenersatzanspruch gegen Trainer

Während des Tennisunterrichts müssen sich Spieler auf ihre Trainer verlassen können. So sind die Tennislehrer zum Beispiel dafür verantwortlich, dass sich im Bewegungsradius des Schülers keine Bälle befinden. Kümmern sie sich darum nicht, haben die Spieler Anspruch auf Schadenersatz, wenn es zu einem Unfall kommt.

Das befand das Oberlandesgericht Bremen (Az.: 1 U 13/12), wie die „Neue Juristische Wochenschrift” berichtet. Allerdings müssen auch die Schüler aufpassen.

In dem verhandelten Fall hatte sich ein Tennisspieler während einer Trainingsstunde verletzt. Der Mann wollte einen hohen Ball annehmen, den ihm sein Trainer zugespielt hatte. Dabei stolperte er über einen Tennisball, der auf dem Spielfeld lag, und zog sich eine schwere Knieverletzung zu. Von seinem Tennislehrer wollte der Verletzte 4500 Euro Schadenersatz. Das Landgericht lehnte das ab.

Die Berufung vor dem Oberlandesgericht hatte allerdings Erfolg. Ein Tennislehrer habe umfassende Schutz- und Fürsorgepflichten, befanden die Richter. So müsse er das Spielfeld von herumliegenden Bällen freihalten. Im Zweifel müsse er das Spiel unterbrechen oder den Schüler deutlich warnen. Allerdings könne auch vom Schüler erwartet werden, dass er Bälle aus seinem Spielfeld entfernt. Daher wurde der Schadenersatzanspruch um ein Drittel gemindert.

(dpa)