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München/Berlin: Studieren im Ausland kann Kindergeld gefährden

München/Berlin : Studieren im Ausland kann Kindergeld gefährden

Eltern erhalten nur dann Kindergeld, wenn ihre Kinder in Deutschland oder im EU-Ausland studieren. Das geht aus einem Urteil des Bundesfinanzhofs in München hervor (Az.: III R 52/09), auf das der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine in Berlin aufmerksam macht.

Eine Ausbildung im Nicht-EU-Ausland kann dagegen unter Umständen zum Wegfall des Kindergeldes führen.

Im verhandelten Fall studierte ein Kind in den USA. Die Richter wiesen darauf hin, dass Kinder bei einem mehrjährigen Studium im Ausland nachweisen müssen, dass sie die ausbildungsfreie Zeit - also die Semesterferien - in der elterlichen Wohnung verbringen.

Damit würden sie den Wohnsitz bei den Eltern behalten, der für die Kindergeldzahlungen vorausgesetzt wird.

Ein Wegfall des Kindergeldes kann für Eltern noch weitere Nachteile haben. Dem Verband zufolge können Lohnbestandteile im öffentlichen Dienst verloren gehen. Gleiches gilt für die Kinderzulage bei der Eigenheimzulage, den Freibetrag für Sonderbedarf von Kindern in der Berufsausbildung oder die geringere zumutbare Eigenbelastung bei Krankheitskosten.

Der finanzielle Nachteil könne allerdings aufgefangen werden, indem Eltern die Ausgaben für ihr Kind als außergewöhnliche Belastung bis zu einer Höhe von 7680 Euro steuerlich absetzen können. Von diesem Jahr seien es sogar 8004 Euro.