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München: Steuerbescheide bei Kosten für Erstausbildung offen halten

München : Steuerbescheide bei Kosten für Erstausbildung offen halten

Der Gesetzgeber hat die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ausgehebelt, nach der auch die Kosten für eine Erstausbildung oder das Erststudium in voller Höhe steuerlich absetzbar sein sollten.

Zur Klärung der neuen gesetzlichen Regelung sind derzeit aber mehrere Verfahren beim BFH anhängig (Aktenzeichen: VI R 61/11, VI R 2/12, VI R 6/12, VI R 8/12, VIII R 49/11), berichtet das Steuerportal steuerrat24.de. Zuvor hatten einige Gerichte das neue Gesetz bereits geprüft und geurteilt, dass an der rückwirkenden Einschränkung der großzügigen Entscheidung des Bundesfinanzhofs nichts auszusetzen ist.

Wegen der ausstehenden höchstrichterlichen Entscheidungen sollten Steuerzahler Ausbildungs- und Studienkosten weiterhin als Werbungskosten geltend machen, damit die Kosten bei einer positiven BFH-Entscheidung steuerlich anerkannt werden können. Lehnt das Finanzamt die Anerkennung der Kosten vorher ab, kann unter Hinweis auf die Verfahren das Ruhenlassen gemäß Paragraf 363 Abs. 2 Satz 2 AO beantragt werden.