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München: Schadenersatz wegen Sturz auf Haaren im Friseursalon möglich

München : Schadenersatz wegen Sturz auf Haaren im Friseursalon möglich

Kunden in einem Friseursalon, die auf nicht weggefegten Haaren ausrutschen, können einen Anspruch auf Schadensersatz haben. Das berichtet die „Neue Juristische Wochenschrift” (Heft 21/2014) unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München.

Nach Auffassung des Gerichts gilt dies sogar, wenn es sich um das eigene Haar handelt, das der Friseur kurz zuvor abgeschnitten hat (Az.: 3 U 4256/13).

Das Gericht hob mit seinem Urteil eine Entscheidung des Landgerichts München auf und verwies die Sache an das Landgericht zurück. Die Kundin eines Friseurladens war in dem verhandelten Fall auf ihrem zuvor abgeschnittenen Haar ausgerutscht und gestürzt. Sie verlangte daraufhin vom Betreiber des Salons Schadenersatz. Das Landgericht winkte mit der Begründung ab, in einem Friseurladen müsse man mit Rutschgefahr durch abgeschnittene Haare rechnen. Die Kundin hätte sich darauf einstellen können.

Das OLG ließ dies nicht gelten. Vielmehr verlangte das Gericht, dass in einem neuen Verfahren geklärt wird, ob den Betreiber des Friseursalons der Vorwurf treffe, eine mögliche Gefahrenquelle nicht rechtzeitig beseitigt zu haben.

(dpa)