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Karlsruhe: Mieter müssen Fenster nur bei wirksamer Klausel streichen

Karlsruhe : Mieter müssen Fenster nur bei wirksamer Klausel streichen

Mieter sind nur dann für den Fensteranstrich verantwortlich, wenn eine entsprechende Klausel im Mietvertrag steht. Über die Schönheitsreparaturen kann der Vermieter dem Mieter den Innenanstrich der Fenster übertragen. Für den Außenanstrich muss aber weiterhin der Vermieter sorgen.

Darauf weist Thomas Hannemann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltverein (DAV), aus Karlsruhe hin. Denn für die Witterungseinflüsse von außen könne der Mieter nichts, die Beseitigung der Gebrauchsspuren von innen ist dagegen übertragbar.

Wenn etwas Kleines am Fenster kaputt geht, zum Beispiel die Dichtungen verschleißen, muss der Mieter dann dafür aufkommen, wenn im Vertrag eine wirksame Klein- oder Bagatellreparaturklausel steht. In diesem Fall muss sich der Mieter an den Kosten mit maximal 100 Euro beteiligen. In sehr alten Mietverträgen steht eventuell noch die Höchstsumme von 80 D-Mark. Dann gelte dieser Betrag umgerechnet in Euro, erklärt Hannemann.

Anders sieht es aus, wenn der Vermieter nachweisen kann, dass der Mieter etwas kaputtgemacht hat. „Dann hat der Vermieter Schadensersatzanspruch”, sagt Hannemann.

(dpa)