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München: Kosten für Namensänderung bei Reise dürfen nicht überzogen sein

München : Kosten für Namensänderung bei Reise dürfen nicht überzogen sein

Reiseveranstalter dürfen für Namensänderungen bei Reisen nur die tatsächlich entstehenden Mehrkosten verlangen. Zusatzkosten in Höhe des vollen Reisepreises oder mehr sind nicht gerechtfertigt, entschied das Landgericht München (Az.: 12 O 5413/13).

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte gegen den Reiseveranstalter FTI geklagt. Dieser hatte in seinen Buchungsbestätigungen geschrieben: „Bei Namensänderung können Mehrkosten von bis zu 100 Prozent des Reisepreises oder mehr anfallen.”

Das Gericht entschied, dass FTI diese Klausel künftig nicht mehr verwenden darf. Sie vermittle den Eindruck, dass der Veranstalter bei einer Namensänderung berechtigt sei, in seinem Ermessen liegende Mehrkosten zu verlangen. Dadurch werde der Verbraucher unangemessen benachteiligt. Reiseveranstalter seien laut Bürgerlichem Gesetzbuch aber nur berechtigt, tatsächlich anfallende Mehrkosten an den Reisenden weiterzugeben.

FTI hatte argumentiert, bei der Klausel auf der Buchungsbestätigung handele es sich lediglich um eine Warnung, dass der Urlauber die Namen auf richtige Schreibweise prüft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(dpa)