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Düsseldorf: Kein Geld nach Fenstersturz infolge eines Schwindelanfalls

Düsseldorf : Kein Geld nach Fenstersturz infolge eines Schwindelanfalls

Wenn Versicherte infolge eines Schwindelanfalls einen Unfall erleiden, bekommen sie keine Leistungen der privaten Unfallversicherung.

Das entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf (Aktenzeichen: I-4 U 218/11). In dem Fall war einer Frau im Bett schlecht geworden. Als sie ans Fenster ging, wurde ihr schwindelig.

Sie stürzte aus dem Fenster und verunglückte schwer. Geld von ihrer Unfallversicherung steht ihr deswegen trotzdem nicht zu, wie das Gericht entschied.

Die Richter beriefen sich auf die Versicherungsbedingungen. Danach fallen Unfälle, die auf Geistes- oder Bewusstseinsstörungen zurückzuführen sind, nicht unter den Versicherungsschutz - und zwar unabhängig davon, wie lange die Störung anhielt.

Der Ablauf des Unfalls ließ in dem Fall nur den Schluss zu, dass die Frau aufgrund des Schwindelanfalls aus dem Fenster gestürzt war. Daher stehe ihr kein Geld zu.