Berlin: Informationspflichten bei Unfallversicherung nicht vergessen

Berlin: Informationspflichten bei Unfallversicherung nicht vergessen

Beim Abschluss einer Unfallversicherung sollten krankheitsbedingt durchgeführte Operationen nicht verschwiegen werden. Das geht aus einer Entscheidung des Berliner Kammergerichts hervor.

In dem Fall hatte sich bei einem Versicherten nach einem Unfall ein Teil der Netzhaut abgelöst. Die Unfallversicherung weigerte sich jedoch zu zahlen, weil sich im Antragsformular kein Hinweis darauf fand, dass der Betroffene einige Monate vorher wegen eines Grauen Stars operiert worden war.

Das Gericht stellte sich auf die Seite der Versicherung. Der Versicherte hätte wissen müssen, dass der Graue Star eine Erkrankung sei, die im Antragsformular angegeben werden muss. Da er das nicht getan hat, ist die Versicherung leistungsfrei (Aktenzeichen: Kammergericht Berlin 6 U 207/09).

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