Nürnberg: Herzinfarkt nicht von Unfallversicherung abgedeckt

Nürnberg: Herzinfarkt nicht von Unfallversicherung abgedeckt

Wenn ein Unfallversicherter bei einem Tauchgang einen Herzinfarkt erleidet und deshalb ertrinkt, bekommen die Angehörigen keine Leistungen aus der privaten Unfallversicherung.

Das entschied das Oberlandesgericht Nürnberg. Denn der Herzinfarkt und die folgende Bewusstlosigkeit stellten eine nicht versicherte Bewusstseinsstörung dar.

In dem Fall war der Versicherte ertrunken, der Sachverständige konnte jedoch nicht ausschließen, dass der Mann kurz zuvor einen Herzinfarkt erlitten hatte. Denn der Mann war nicht nur übergewichtig, sondern litt auch an verschiedenen weiteren Risikofaktoren wie einer anlagebedingten Enge der rechten Herzkranzschlagader.

Da der Mann zudem regungslos zum Grund des Sees gesunken war, ohne dass es für ein Ertrinken typische Reaktionen gegeben hatte, ging das Gericht von einem Herzinfarkt und damit davon aus, dass kein Versicherungsfall vorlag.