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Frankfurt/Main: Gericht untersagt bestimmte Zahnaufhellungen ohne Zahnarzt

Frankfurt/Main : Gericht untersagt bestimmte Zahnaufhellungen ohne Zahnarzt

Bestimmte Zahnaufhellungen und - reinigungen dürfen einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main zufolge nur in Zusammenarbeit mit einem Zahnarzt vorgenommen werden.

Einer Zahnarzthelferin wurde nach Angaben des Gerichts von Montag untersagt, in ihrem eigenen Kosmetikstudio Zahnreinigungen im sogenannten „Airflow”-Verfahren mithilfe eines Wasserpulverstrahlgeräts durchzuführen. Zudem dürfe sie Aufhellungen (Bleachings) nur selbstständig vornehmen, wenn der Wasserstoffperoxidgehalt fünf Prozent nicht übersteige.

Die Zahnarzthelferin, die hauptberuflich bei einem Arzt angestellt ist und seit einigen Jahren zusätzlich ein Zahnkosmetikstudio betreibt, begreift die Angebote als kosmetisch. Das Gericht gab aber mit seiner Entscheidung vom 1. März der Landesärztekammer Hessen Recht, die der Frau vorgeworfen hatte, Zahnheilkunde anzubieten. Gegen das Urteil kann Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt werden. (Aktenzeichen 6 U 264/10)